Starke Stücke

Mit Petra Rieß

Donnerstag, 19. März 2020, 13:00 bis 14:00 Uhr

Tanzendes Paar © fotolia Foto: 2kphoto
Sehnsucht und Verführung bei Camille Saint Saens "Havanaise".

Leidenschaft und Sehnsucht, Liebe und Abschied, Leben und Tod. In den vier Kompositionen, die wir heute in den Starken Stücken vorstellen, hat die Geige die entscheidende Stimme. Sie weint und klagt, seufzt oder bäumt sich auf in Werken, die zwischen 1882 und 1924 komponiert wurden: Pablo de Sarasates "Carmen Fantasie" ist von George Bizets berühmter Oper inspiriert. Das "Poème" von Ernest Chausson ist sein wohl beliebtestes Werk. Chanson hat es auf Wunsch des belgischen Geigers und Komponisten Eugène Ysaye geschrieben.

Zubin Mehta leitet New York Philharmonic Orchestra

Sehnsuchtsvoll und verführerisch hat Camille Saint Saens seine "Havanaise" op. 83 angelegt. Die größte künstlerische Freiheit in dieser Reihe bietet vermutlich "Tzigane" von Maurice Ravel. Diese Konzertrhapsodie entstand 1924. Sie gehört zu Ravels späten Werken und ist inspiriert durch Ravels Begegnung mit der ungarischen Geigerin Jelly d'Arányi. Die Großnichte des Geigers Joseph Joachim hatte Ravels G-Dur-Sonate 1922 bei einer privaten Musikveranstaltung in London gespielt. Der dabei anwesende Ravel war so fasziniert, dass er die Geigerin im Anschluss an das Konzert bat, für ihn einige Zigeunerweisen zu spielen und zu improvisieren. Genau das reizt viele Solisten bis heute an dieser Komposition: Obwohl alles ausnotiert ist, kann man sehr improvisiert spielen.

Sie hören Aufnahmen mit Itzak Perlman und dem New York Philharmonic Orchestra unter Leitung von Zubin Mehta.

 

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