Das Gespräch

Gast: Ingo Schulze

Samstag, 23. Mai 2020, 18:00 bis 18:30 Uhr

Der Schiftsteller Ingo Schulze im Studio von NDR Kultur. © NDR Foto: Pascal Strehler

Ingo Schulze: Warum Bücher nie ganz fertig werden

NDR Kultur - Das Gespräch -

Im Gespräch mit Ulrich Kühn erzählt Ingo Schulze, warum sein neuer Roman aus verschiedenen Perspektiven erzählt und was ihn an legendenhafter Sprache reizt.

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Als 1998 sein Buch "Simple Storys" erschien, gab's Jubelzeilen wie diese: "Ingo Schulze hat endlich den langersehnten Roman über das vereinigte Deutschland geschrieben." Ein Werk zum Staunen und Fürchten sei es geworden. Staunen und Fürchten, das kennt man bis heute, wenn es um Schulzes Thema geht. Sein Roman "Neue Leben" kreiste 2005 um die Frage: "Auf welche Art und Weise kam der Westen in meinen Kopf?"

Am Morgen vorgelesen

Lesung: Ingo Schulzes "Die rechtschaffenen Mörder"

Ingo Schulzes Roman, der für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert war, rückt das Leben des fiktiven Antiquars Norbert Paulini auf originelle Weise in den Mittelpunkt. mehr

Auch im neuen Buch des gebürtigen Dresdeners ist die Frage im Spiel: Der Roman "Die rechtschaffenen Mörder" war für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert, ein wunderbar und raffiniert erzähltes Buch, in dessen Zentrum der legendäre, einschüchternd belesene Dresdener Antiquar und Buchhändler Norbert Paulini steht. Geboren 1953, hütet der charismatische Mann ein hoch geschätztes, rares Gut: Viele Bücher sind kaum zu bekommen, er beschafft sie fast alle. Die Kundschaft reist von weither an, er schart einen Kreis um sich. Dann kommt 1989 - und alles wird anders. Der Wert der Bücher schwindet, Paulini wankt - wie das Bild, das wir von ihm hatten. Zum Schluss gibt es sogar Tote. Gewissheiten, die man beim Lesen gewonnen zu haben glaubte, werden der Reihe nach erschüttert: Wer erzählt hier eigentlich was? Wer ist rechtschaffen, wer gehört auf die Anklagebank?

Im Gespräch mit Ulrich Kühn erzählt Ingo Schulze, warum er den Roman aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was ihn an legendenhafter Sprache reizt, warum Bücher eigentlich nie ganz fertig werden - und wie sehr er es genießt, seine Sätze exzellent vorgelesen zu bekommen: "Die rechtschaffenen Mörder" - gelesen von Sylvester Groth und Victoria von Trauttmansdorff - gibt's auf NDR Kultur vom 25. Mai an in Am Morgen vorgelesen.

Buchtipp

Ingo Schulzes Roman über einen Antiquar nach der Wende

Ingo Schulzes Roman "Die rechtschaffenen Mörder" ist ein Buch für Liebende der Literatur, die ihre Kraft und Lust daraus schöpft, uns Fragen statt Antworten mit auf den Weg zu geben. mehr