Das Gespräch

Gast: Barbara Honigmann

Samstag, 29. August 2020, 18:00 bis 18:30 Uhr

Das Leben der Schriftstellerin Barbara Honigmann spiegelt die großen Themen des vergangenen Jahrhunderts: Judentum, Leben im Exil, kommunistischer Aufbruch, Leben in der DDR und Neuanfang in Frankreich. Die unmittelbare Umgebung von Barbara Honigmann war voller Gegensätze: Geboren 1949 in Ost-Berlin und dort aufgewachsen, wurde sie geprägt von einer aus dem kommunistischen Milieu Wiens stammenden Mutter. Diese hatte im Londoner Exil ihren Vater kennengelernt, der mit dem Aufbau der Presselandschaft der DDR beauftragt war. Zuvor war die Mutter von Barbara Honigmann mit dem berühmten britischen Doppelagenten Kim Philby verheiratet - sie war also in ihrer Wiener Zeit auch in Spionagegeschichten verwickelt.

Barbara Honigmann, die 1984 die DDR verließ, schreibt immer wieder autobiografisch über ihr Leben und das ihrer geschichten- und schicksalsreichen Familie. Sie hat Theaterwissenschaften studiert und zunächst als Dramaturgin und Regisseurin gearbeitet, etwa an der Volksbühne und am Deutschen Theater. Aber das sei nichts für sie gewesen, erzählt sie im Gespräch mit Maria Ott. Bereits während des Studiums habe sie angefangen zu malen - sei dann aber durch das Bild zum Wort gekommen. Noch heute ist Barbara Honigmann, die in Straßburg lebt, nicht nur als Schriftstellerin, sondern auch als bildende Künstlerin tätig.

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