Starke Stücke

Mit Philipp Schmid

Donnerstag, 01. August 2019, 13:00 bis 14:00 Uhr

104 Sinfonien hat Joseph Haydn geschrieben - ein unglaublich umfassendes Werk. Manche mit Beinamen wie "der Bär" oder "die Henne" (meist nicht von Haydn selbst), manchmal fast mit Happening-Charakter wie ein aufrüttelnder Paukenschlag oder Musikern, die nach und nach die Bühne verlassen. Ein ganz eigener Kosmos, ein großer Erfolg für Haydn, ein reicher Schatz der Musikgeschichte.

Joseph Haydn © picture-alliance / akg Foto:  akg-images
Joseph Haydn wurde 1732 im Niederösterreichischen Rohrau geboren.

Haydn hat zunächst in Böhmen, dann auf Schloss Esterhazy beim Fürsten Nikolaus Sinfonien geschaffen, sein Spätwerk entstand in London. Nach dem Tod des Fürsten war es der Geiger und Musikmäzen Johann Peter Salomon, der Haydn nach London brachte. Dort komponierte er auf der ersten Reise 1791/92 sechs Sinfonien, beim zweiten Aufenthalt 1794/95 weitere sechs. Verglichen mit Mozarts späten Sinfonien deuten die schon deutlich auf den nächsten großen Sinfonienschreiber hin: Ludwig van Beethoven.

Die Sinfonie Nr. 92 hat Joseph Haydn vermutlich schon 1789 und für Paris komponiert - den Beinamen "Oxford" erhielt sie wie so oft erst nachträglich, vermutlich weil sie 1791 zur Verleihung der Ehrendoktorwürde der Universität an Haydn dort zu hören war. Den Abschluss zu Haydn sinfonischem Werk bildet die Sinfonie Nr. 104 - beim zweiten Englandaufenthalt als 12. Sinfonie in London geschrieben und dort mit großem Erfolg uraufgeführt - Haydn schreibt in sein Tagebuch: "Die ganze Gesellschaft war äußerst vergnügt und auch ich. Ich machte diesen Abend vier tausend Gulden. So etwas kann man nur in England machen."

 

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