ARD Radiofestival 2020

Der Historiker Timothy Garton Ash befragt von Rainer Volk

Mittwoch, 22. Juli 2020, 22:30 bis 23:00 Uhr

"Mein Vorbild war George Orwell", sagt Timothy Garton Ash über seine Berichte aus den 1980er-Jahren zum Umbruch in Ostmitteleuropa. Als "engagierter Zuschauer" beschrieb er das Ende des Kommunismus' in Polen, Ungarn, der Tschechoslowakei und der DDR. Dazu kam - fast zeitgleich - eine Professur für Zeitgeschichte in Oxford.

Der 65-Jährige lernte Deutsch, weil ihn Thomas Mann faszinierte. Heute nennt er Deutschland seine "zweite Heimat". Der britische Premier Boris Johnson ist für Garton Ash nur "ein begabter Unterhalter". Wie er den Brexit und Europas Zukunft sieht, verrät er im ARD Radiofestival-Gespräch.

Statt eine Doktorarbeit über Berlin unter Hitler zu schreiben, habe ich ein Buch über Berlin unter Honecker geschrieben. Worauf die DDR sehr sauer war. Das britische Foreign Office bekam einen offiziellen Protest seitens des DDR-Außenministeriums. Das war wirklich die schönste Rezension meines Lebens. Timothy Garton Ash, Historiker

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Das Logo des ARD Radiofestivals 2020. In einem an den Rändern blau gezacktem Kreis steht in weißer Farbe auf blauem Grund: "ARD Radiofestival 2020 / 18. Juli - 12. September". © ARD

ARD Radiofestival 2020

Das ARD Radiofestival präsentiert einen Sommer voller Überraschungen: Vom 18. Juli bis 12. September gibt es Klassikevents, Mitschnitte von Jazz-Festivals, Erzählungen und Gespräche. extern

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