Starke Stücke

Donnerstag, 08. August 2019, 13:00 bis 14:00 Uhr

Mit Inspiration und Kreativität ist es ja so eine Sache ... Wenn man sich sein Hirn zermartert und die guten Einfälle erzwingen will, dann kommt nichts. Wenn man Meister oder Meisterin der Prokrastination ist, und ersteinmal sämtliche Geschirrschränke auswischt, bevor man sich an die Kreativarbeit macht, dann kommt meistens auch nichts. Und dann aber, wenn man weder schlechtes Gewissen, noch Angst, noch Zeitdruck hat, dann ist sie oft ganz plötzlich da, die rettende geniale Idee.

Felix Mendelssohn-Bartholdy © picture alliance/akg-images Foto: akg-images
Hamburger Jung: Felix Mendelssohn-Bartholdy wurde in der Michaelisstraße 14 geboren.

Felix Mendelssohn-Bartholdy muss es so gegangen sein im Frühjahr 1829. Als 20-Jähriger reist Mendelssohn nach Großbritannien, gibt Konzerte, wird bejubelt. Danach hat er Zeit für Müßiggang und einige Tage Erlebnisreise durch die schottischen Highlands und die Hebriden. Seinen Freund Karl Klingemann hat er dabei an seiner Seite. Die raue Landschaft, das Düstere der Natur beeindrucken Mendelssohn, er saugt die Atmosphäre Schottlands auf. In Edinburgh folgt er den Spuren der Maria Stuart, Königin von Schottland, besonders die Ruine von Holyrood Palace beeindruckt ihn:

"ln der tiefen Dämmerung gingen wir heut nach dem Palaste, wo Königin Maria gelebt und geliebt hat. […] Der Kapelle daneben fehlt nun das Dach. Gras und Efeu wachsen viel darin, und am zerbrochenen Altar wurde Maria zur Königin von Schottland gekrönt. Es ist alles zerbrochen, morsch und der heitere Himmel scheint hinein. Ich glaube, ich habe heute da den Anfang meiner Schottischen Symphonie gefunden."

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Matinee

09:00 - 13:00 Uhr
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