Das Konzert

Bach-Wochen 2019

Samstag, 23. November 2019, 18:00 bis 20:00 Uhr

Mit einem Meilenstein der geistlichen Chormusik verabschiedet sich Kirchenmusikdirektor Christoph Schoener von seiner Wirkungsstätte, der Hamburger St. Michaeliskirche. Mehr als 20 Jahre prägte Schoener als Kantor, Organist und Dirigent das Musikleben der Hansestadt. Er machte sich weit über die Grenzen Hamburgs hinaus einen Namen. Für seine Verdienste wurde ihm im vergangenen Jahr der Ehrentitel "Professor" verliehen.

Ein Werk, das Trost spendet

Neben Bachs Weihnachtsoratorium und der Matthäuspassion gehört das Requiem von Johannes Brahms zu den großen Chorwerken, die jedes Jahr unter der Leitung von Christoph Schoener in Hamburgs Wahrzeichen, der St. Michaeliskirche, aufgeführt wurden. Schoeners 20. und letzte Aufführung von Brahms' "Ein deutsches Requiem" überträgt NDR Kultur im Rahmen der "Bach-Wochen 2019" live.

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Die Hamburger St. Michaeliskirche war Christoph Schoeners Wirkungsstätte als Kirchenmusikdirektor.

Brahms schaut in seinem Requiem nicht zurück sondern nach vorn. Es ist kein Werk, das den Tod beklagt, sondern das Trost für die Hinterbliebenen spendet: "Selig sind, die da Leid tragen". Dabei verwendet Brahms nicht den lateinischen Text der Totenmesse, sondern vertont ausgewählte Bibeltexte in der Übersetzung von Martin Luther.

Dem Requiem von Johannes Brahms stellt Christoph Schoener das 1915 entstandene und selten aufgeführte Orchesterlied "Der Einsiedler" von Max Reger gegenüber. Darin verarbeitet Reger Joseph von Eichendorffs gleichnamiges romantisches Gedicht, das mit der Zeile "Komm' Trost der Welt, du stille Nacht!" beginnt.

Das Programm

Max Reger
Der Einsiedler, Lied für Bariton, Chor und Orchester op. 144a
Johannes Brahms
Ein deutsches Requiem op. 45

Miriam Feuersinger Sopran
Klaus Häger Bass
Chor und Orchester St. Michaelis / Ltg.: Christoph Schoener

Live aus der St. Michaeliskirche in Hamburg

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