Blaue Stunde

Träume

Sonntag, 08. November 2020, 18:00 bis 19:00 Uhr

Mitglieder der NDR Radiophilharmonie auf der Bühne des Großen Sendesaals, im Hintergrund eine Projektion von Kurt Schwitters Gemälde "Verschneite Häuser". © NDR Foto: Anna Hartwich
Mitglieder der NDR Radiophilharmonie, der Pianist Boris Kusnezow und die Schauspielerin Sonja Beißwenger vor einer Projektion von Kurt Schwitters Gemälde "Verschneite Häuser".

Im Traum erledige der Mensch die Arbeiten des Tages, der Traum fördere für ihn wertvolle Erkenntnisse zutage. Diese und andere wichtige Erkenntnisse versammelt der Begründer der Psychoanalyse, Sigmund Freud, in seinem Buch "Die Traumdeutung" aus dem Jahr 1900. Auch erfahre der Mensch in seinen Träumen ein Wiederbeleben seiner Kindheit und verbinde sich über den Traum mit den "seelischen Altertümern" der gesamten Menschheit. Für die Künste spielen Träume eine fundamentale Rolle, so seien bedeutenden Künstlern wie Goethe ihre Schöpfungen "einfallsartig" gegeben worden. Der Traum: Anfang des 20. Jahrhunderts ist er ein Faszinosum.

Verlegung vom Sprengel Museum ins NDR Funkhaus

Diese "Blaue Stunde" mit dem Motto "Träume" wurde Corona-bedingt aus dem Caldersaal des Sprengel Museums Hannover, wo sie üblicherweise aufgeführt wird, in den benachbarten Großen Sendesaal des NDR Funkhauses am Maschsee verlegt.

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Cover des Programmhefts zur Zwischenzeit 15 + 16 mit einem Werk von Béla Bartók © NDR RPH

Das Programmheft der "Blauen Stunde"

In Programm zur Veranstaltung (hier als PDF) können Sie auch Kurt Schwitters Gemälde "Verschneite Häuser" betrachten. Download (4 MB)

"Verschneite Häuser": Kurt Schwitters als Maler

Der Hannoversche Künstler Kurt Schwitters ist vor allem als Erfinder der "Merzkunst" berühmt. Hier aber präsentiert er sich als Maler: Unter seinem Gemälde "Verschneite Häuser" aus dem Jahr 1919 wurde am 6. und 7. Oktober 2020 das Klavierquintett C-Dur Sz. 23 von Béla Bartók aus dem Jahr 1904 aufgeführt - ein selten gespieltes Werk, dessen Klavierpartitur ganze 72 Seiten umfasst. Begleitet wurde es von Texten von Hugo von Hofmannsthal, Sigmund Freud, Pedro Calderón de la Barca, William Shakespeare, Friedrich Nietzsche, Paul Celan und Kerstin Preiwuß.

Es musizierten Airi Suzuki und Ladislaus Kosak, Violine; Sejune Kim, Viola; Jan-Hendrik Rübel, Violoncello zusammen mit Boris Kusnezow am Klavier. Die Sprecherin war Sonja Beißwenger.

Eine Sendung von Anna Hartwich

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Eindrücke von der Blauen Stunde "Zwischen-Zeit" im Sprengel Museum © NDR Foto: Volker Crone

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