Sendedatum: 07.12.2017 12:00 Uhr

"Einseitiges Vorpreschen bringt vielleicht weitere Eskalation"

von Tim Aßmann, NDR 2 Tel Aviv
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Palästinenser verbrennen in Gaza-Stadt die amerikanische und die israelische Flagge

Donald Trump hat also Wort gehalten. Gegenüber seiner Wählerbasis in den USA und gegenüber Israel, dem er persönlich tief verbunden ist. Trumps Freund Benjamin Netanjahu kann sich jetzt also über den größten außenpolitischen Erfolg seiner Karriere freuen. Doch ob Trump den Israelis mittel- bis langfristig einen Gefallen getan hat, muss sich noch zeigen.

Konflikt seit sieben Jahrzehnten

Trumps Einschätzung jedenfalls, dass er dem Friedensprozess zwischen Israelis und Palästinensern nun einen neuen Impuls gegeben hat, macht fassungslos. Fast sieben Jahrzehnte Nahostkonflikt haben vor Allem eines gezeigt: Einseitige Schritte, ohne die Einbindung beider Konfliktparteien, führen nicht zum Erfolg. Wenn die Bundesregierung, die Vereinten Nationen und viele andere Akteure darauf beharren, dass der Status von Jerusalem nur von Israelis und Palästinensern gemeinsam ausgehandelt werden kann, ziehen sie diesen Schluss auf Basis von langjähriger Erfahrung.

Stillstand oder weitere Eskalation?

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Tim Aßmann berichtet für NDR 2 aus Tel Aviv

Die zahlreichen strittigen Fragen im Nahostkonflikt müssen gemeinsam angegangen werden. Einseitiges Vorpreschen, um dann abzuwarten, was passiert, bringt im besten Fall Stillstand, vielleicht aber auch eine weitere Eskalation. Das alles musste Donald Trump wissen. Ihm waren die Erfüllung seines Wahlkampfversprechens der Botschaftsverlegung und die Verbundenheit zu Israel aber wichtiger. Als Vermittler im Nahostkonflikt hat sich Trump damit selbst aus dem Rennen genommen.

 

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Israel-Pläne der USA Die Wut wächst

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Die angekündigten Anerkennung von Jerusalem als Hauptstadt Israels durch die USA hat in der Region heftige Reaktionen ausgelöst - und Warnungen weltweit. Mehr bei tagesschau.de. extern

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 | Der NDR 2 Kurier um 12 | 07.12.2017 | 12:00 Uhr

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