NDR 2 Reporter beim Vortag zum ARD-Jugendmedientag auf der Bühne.  Foto: Niklas Kusche

Jugendmedientag: Warum das Radio Zukunft hat

Stand: 10.11.2020 16:22 Uhr

Vorträge, Interviews, Web-Workshops: Der ARD Jugendmedientag 2020 wurde - coronabedingt - direkt in die Klassenzimmer übertragen. 262 Schüler*innen waren bei zwei digitalen Workshops von NDR 2 dabei.

Wir sind die Freeses: Web-Seminar mit den Machern 

NDR 2 Reporter beim Vortag zum ARD-Jugendmedientag auf der Bühne.  Foto: Niklas Kusche
Woher kommen die Ideen für die Freeses? Wie wird man Comedy-Autor? Das Team um Freeses-Autor Andreas Altenburg hat es erklärt.

Svenni Freese weigert sich zu akzeptieren, dass er durch die Führerscheinprüfung gefallen ist. Die 33 Schüler*innen aus Hannover, Hagenow und Burgdorf, die per Videokonferenz an dem Web-Seminar mit dem Freeses-Team teilnahmen, erkannten gleich den aktuellen Bezug in der heutigen Freeses-Folge zu den Spielchen des abgewählten US-Präsidenten.

Und schon waren sie mitten im Thema: Wie wird die erfolgreichsten Radio-Comedy im Norden produziert? Schüler aus drei Klassen hatten im Dialog mit Freeses-Autor Andreas Altenburg und seinem Team viele Fragen: Woher kommen die Ideen? Wie wird man Comedy-Autor? Wie Mediengestalter im NDR? Eine Stunde lang erklärte Andreas Altenburg den komplexen Prozess von der Idee über die Ausstrahlung bei NDR 2 um 7.17 Uhr bis zur Publikation der besten Folgen auf CD.  

VIDEO: ARD-Jugendmedientag: NDR 2 Talk Radio vs. Streaming (46 Min)

TED-Talk: Radio oder Streamingdienste?

NDR 2 Reporter beim Vortag zum ARD-Jugendmedientag auf der Bühne.  Foto: Niklas Kusche
Sascha Sommer, (Moderator) Norbert Grundei, (Programmbereich Audio Strategie) und Marco Maas (Datenexperten) haben über die Zukunft des Radios gesprochen.

Junge Menschen hören immer seltener Radio. Das sagen nicht nur übereinstimmend verschiedene Studien. Das ist auch das Ergebnis einer spontanen Umfrage unter den Teilnehmenden des TED-Talks von NDR 2 zum Thema "Radio oder Streamingdienste - wer kann mehr?“. Anlässlich des Jugendmedientages 2020 hatten sich 229 Schüler*innen der gymnasialen Oberstufe und verschiedener Berufsschulen aus ganz Deutschland für das Online-Event angemeldet, das Sascha Sommer aus dem NDR 2 Nachmittag moderierte.

Nur ein Drittel der Teilnehmenden schaltet nach der Umfrage regelmäßig das Radio ein. Youtube und Spotify sind deutlich beliebter. Anlass genug zum Diskutieren mit Norbert Grundei, der im NDR den Programmbereich Audio Strategie leitet, und dem Datenexperten Marco Maas (Geschäftsführer der Firma Datenfreunde). Im Laufe des Gesprächs wurde klar: Die Schüler*innen vermissen bei den Öffentlich-Rechtlichen ein altersgerechtes Angebot, vor allem ein viel breiter gefächertes Musikangebot.

"Diese Inhalte gibt es in der ARD“, räumte selbst der Datenexperte Marco Maas ein und fügte lakonisch hinzu: "Nur: Die findet keiner“. Dieses Dilemma haben Norbert Grundei sein Team längst erkannt. Er erläuterte den Schülerinnen und Schülern ausführlich die Zukunftsstrategie der Öffentlich-Rechtlichen. "Mir werden uns bewegen“, versprach er, damit unsere guten Inhalte die Wege zu den Nutzer*innen finden - und nicht umgekehrt. 

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 | Der NDR 2 Vormittag | 10.11.2020 | 16:22 Uhr

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