Sendedatum: 13.05.2020 15:20 Uhr

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Stevie Wonder - "Happy birthday"

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Soul-Sänger Stevie Wonder, live 2006 © dpa - Bildfunk
Mit "Happy birthday" ehrt Stevie Wonder den Bürgerrechtler Dr. Martin Luther King.

Der Refrain geht sofort ins Ohr, er hat etwas von einem mitreißenden Gospelsong und lädt zum fröhlichen Mitsingen ein. Doch als Stevie Wonder Ende der 70er sein "Happy birthday" komponierte, war er sicher nicht in Feierlaune. Seit Jahren engagierte er sich in der schwarzen Bürgerrechtsbewegung der USA. Der bekannteste Vertreter dieser Bewegung war Dr. Martin Luther King. Am 4. April 1968 war Martin Luther King, der Hoffnungsträger vieler Millionen Menschen, ermordet worden.

Der Ruf nach einem nationalen Gedenktag

Schon bald wurde der Ruf laut, man möge Martin Luther King einen nationalen Gedenktag widmen. Doch es gab noch immer genug einflussreiche US-Politiker, die die Ehrung des schwarzen Bürgerrechtlers zu verhindern wussten. Stevie Wonder verstand die Welt nicht mehr. Und schrieb sich seine Wut von der Seele. Er begann mit den Worten: "Es ist so sinnlos und es sollte gesetzlich verboten werden, dass jemand Anstoß daran nimmt, einen Tag zu Deinen Ehren einzuführen".

Freude und Hoffnung statt Zorn und Enttäuschung

Doch Stevie Wonder wollte kein Protestlied voller Zorn und Enttäuschung komponieren. Nein, der Song sollte auch Freude und Hoffnung verbreiten. Und da der geforderte Feiertag auf Martin Luther Kings Geburtstag gelegt werden sollte, machte Stevie Wonder einfach ein "Happy birthday"-Lied daraus. Er sang es 1981 auf einer Kundgebung. Es wurde ein weltweiter Hit und zur Hymne der Kampagne, die zwei Jahre später Früchte trug. Im November 1983 verkündete US-Präsident Ronald Reagan: Die Nation hat entschieden, mit einem alljährlichen Feiertag Dr. Martin Luther King jr. zu gedenken - ihm und der Sache, für die er stand.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | 13.05.2020 | 15:20 Uhr

Die Mitglieder der Gruppe ABBA: Anni-Frid, Benny, Björn und Agnetha © picture-alliance / Mary Evans Picture Library

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