Stand: 27.02.2019 17:26 Uhr

Winter-Bilanz: Sehr sonnig und viel zu mild

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An der Alster in Hamburg ist Ende Februar 2019 Sonnenbaden angesagt.

Reichlich Sonnenschein und erheblich zu mild: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Mittwoch eine vorläufige Bilanz des Winters 2018/2019 gezogen, also für die Monate Dezember, Januar und Februar. Am mildesten war es mit einer Durchschnittstemperatur von 4,5 Grad Celsius in Bremen, gefolgt von Hamburg (4,3 Grad). Deutschlandweit lag die Temperatur mit 2,8 Grad um 2,6 Grad über dem langjährigen Mittel. Im Vergleich zu den Jahren 1981 bis 2010 betrug die Abweichung plus 1,9 Grad. "Damit landete auch der Winter 2018/19 mit unter den wärmsten seit Beginn regelmäßiger Messungen im Jahr 1881", bilanziert der Wetterdienst. Besonders der Februar war deutlich zu warm: Die Durchschnittstemperatur lag mit 3,9 Grad um immerhin 3,5 Grad über dem langjährigen Mittel.

Menschen sitzen in einem Café und genießen die warme Sonne im Februar.

Rekord: Niedersachsen knackt die 20-Grad-Marke

Hallo Niedersachsen -

Lingen, Nordhorn und Oldenburg konnten sich über den wärmsten Februartag seit Beginn der Wetter-Aufzeichnung freuen. In allen drei Städten stiegen die Temperaturen über 20 Grad.

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Milder Dezember, nasskalter Januar, sonniger Februar

Gab es im Dezember relativ milde Temperaturen mit viel Niederschlag, zeigte sich der Januar eher nasskalt. Im Februar sorgten dann eine Reihe von Hochdruckgebieten für außergewöhnlich viel Sonnenschein und große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. "Zusammengefasst fiel der Winter bei einer insgesamt positiven Niederschlagsbilanz und einem deutlichen Sonnenscheinüberschuss erheblich zu mild aus", berichtet der DWD. Der Februar ist bereits der elfte überdurchschnittlich warme Monat in Folge.

175 Sonnenstunden in Niedersachsen

In Niedersachsen lag die Durchschnittstemperatur von Dezember bis Februar mit 4,1 Grad deutlich über dem langjährigen Mittel für das Bundesland, das bei 1,2 Grad liegt. 185 Sonnenstunden wurden gezählt. Das waren zwar deutlich mehr als im langjährigen Mittel (135 Stunden), aber weniger als bundesweit (200 Sonnenstunden). Mit 190 Litern pro Quadatmeter fiel mehr Niederschlag als im langjährigen Mittel (177 Liter).

Vor allem der Februar war mit 5,2 Grad außerordentlich warm. Die Sonne schien fast 115 Stunden, es fielen nur 25 Liter Regen pro Quadratmeter.

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Schleswig-Holstein: Weniger Niederschlag als im langjährigen Mittel

Schleswig-Holstein erreichte in den drei Wintermonaten eine Durchschnittstemperatur von 3,9 Grad (langjähriges Mittel: 0,9 Grad). 180 Stunden lang schien die Sonne. Im nördlichsten Bundesland war es vergleichsweise trocken: Mit 165 Litern pro Quadratmeter lag die Niederschlagsmenge unter dem Durchschnittswert der Referenzperiode 1961 bis 1990 mit 180 Litern pro Quadratmeter.

Der Februar war mit 4,7 Grad um satte 4 Grad wärmer als im langjährigen Mittel. Knapp 110 Stunden schien die Sonne - ein Rekord für einen Februar im nördlichsten Bundesland. Demgegenüber fielen nur 45 Liter Niederschlag.

Hamburg zweitwärmstes Bundesland

Hamburg war mit durchschnittlich 4,3 Grad Celsius (langjähriges Mittel: 1,2 Grad) das zweitwärmste Bundesland im Winter. Die Sonne schien knapp 170 Stunden, die Niederschlagsmenge betrug 195 Liter pro Quadratmeter.

Allein im Februar zeigte sich die Sonne in der Hansestadt für 115 Stunden und es blieb mit 35 Litern Niederschlag pro Quadratmeter vergleichsweise trocken. Dazu hatte Hamburg mit 5,3 Grad (langjähriges Mittel: 1,2 Grad) hinter Nordrhein-Westfalen (5,6 Grad) und Bremen (5,4 Grad) den drittwärmsten Februar.

Vergleichsweise wenig Sonnenstunden im Nordosten

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In Mecklenburg-Vorpommern lag die Durchschnittstemperatur bei 3,5 Grad und damit ebenfalls deutlich über dem langjährigen Mittel (0,2 Grad). Es fielen knapp 145 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Das war zwar mehr als im langjährigen Mittel für das Bundesland (130 Liter/Quadratmeter), aber weniger als im Bundesdurchschnitt (210 Liter). Mit etwa 165 Stunden (langjähriges Mittel: 144 Stunden) war der Nordosten im bundesweiten Vergleich eher sonnenscheinarm.

Auch der Februar zeigte sich mit 105 Stunden vergleichsweise sonnenscheinarm. Die Durchschnittstemperatur lag im Nordosten bei 4,5 Grad (langjähriges Mittel: 0 Grad).

Dem frühlingshaften Wetter geht die Puste aus

Nach dem frühlingshaften Wetter der vergangenen Tage wird es nun wieder etwas kühler: Für den letzten Februar-Tag am Donnerstag erwarten die Meteorologen wieder mehr Wolken und nur noch Temperaturen bis maximal 9 Grad in Flensburg und 14 Grad in Göttingen. Zum meteorologischen Frühlingsanfang am 1. März wird es mit maximal 8 Grad in Göttingen noch etwas frischer - und am Sonntag soll es im gesamten Norden regnen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR//Aktuell | 27.02.2019 | 14:00 Uhr

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