Stand: 25.02.2019 16:00 Uhr

Frühlingswetter: Der Norden kratzt am Rekord

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Spaziergänger sind bei bestem Wetter am Ostseestrand von Heiligendamm unterwegs.

Hoch "Frauke" sorgt weiterhin für Wärme im Norden: Nachdem bereits am Wochenende blauer Himmel und viel Sonnenschein die Menschen in Scharen ins Freie gelockt hatten, ziehen die Temperaturen noch ein bisschen weiter an. Auch die Sonne bleibt Norddeutschland zunächst reichlich erhalten, erst zum Wochenende hin wird es wechselhaft und ein bisschen kühler. Ab dann verschwindet allerdings der Nachtfrost, zuvor sind im ganzen Norden in der Früh noch Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt möglich.

Bis zu 20 Grad am Mittwoch

Am Dienstag liegen die Höchstwerte im Norden bei 14 bis 19 Grad, die vor allem im Südwesten Niedersachsens erreicht werden können. Am Mittwoch können es dort sogar bis zu 20 Grad werden. Die ganzen Tage über soll es trocken bleiben.

Februar-Rekorde werden wohl nicht fallen

"Wir kratzen an den Rekordwerten, werden aber wahrscheinlich darunter bleiben", sagte Thore Hansen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Montag. Ausschließen wolle er einen Rekord allerdings nicht. "Möglich ist das durchaus." Generell sei es für den Monat deutlich zu warm, die Durchschnittstemperaturen im Norden im Schnitt rund vier Grad über dem langjährigen Mittel. "Und die kommenden Tage könnten diesen Wert noch einmal steigern", so Hansen.

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Trockenheit hat auch gute Seiten

Darüber hinaus sei der Februar vielerorts im Norden ungewöhnlich trocken. Im Verbindung mit dem Dürre-Sommer 2018 könne es durchaus zu Waldbränden kommen. "Das ist immer ein Thema, da beim alten Laub die obersten Schichten sehr trocken sind", so Hansen. Wäre die Trockenheit nicht, gäbe es derzeit allerdings wahrscheinlich ein ganz anderes Problem, wie Michaela Koschak vom Wetterdienstleister Q.met am Montag sagte. "Es hat im Januar so viel geschneit, dass bei feuchtem Wetter Hochwasser drohen würde." Da es auch im Alpenraum warm und trocken sei, verdunste nun viel Schnee anstatt zu schmelzen.

Starker Pollenflug erwartet

Einen erneuten Schub wird das milde Wetter für die Pflanzenwelt bringen - und damit Probleme für Allergiker. Michaela Koschak erwartet vor allem einen starken Pollenflug von Hasel und Erle. Diese sorgen bereits derzeit im Norden für eine mittlere bis hohe Belastung.

Ab Donnerstag wird es kühler

Den Schub raus nimmt das Wetter ab Donnerstag: Dann sinken die Temperaturen merklich auf Werte von 9 bis 10 Grad, in Südniedersachsen können auch noch einmal 15 erreicht werden. Bei zunehmender Bewölkung bleibt es trocken. Erst ab Freitag sind einzelne leichte Schauer möglich, am Wochenende werden bei wechselhaftem Wetter relativ einheitliche Tagestemperaturen von 8 bis 11 Grad erwartet. Ein Kälteeinbruch ist derzeit nicht in Sicht: Bis Anfang März erwarten die Meteorologen weiterhin mildes, vorfrühlingshaftes Wetter. Das heiße aber nicht, dass es danach nicht doch noch einen Einbruch geben könnte.

Ganz anders als vor einem Jahr

Das letzte Mal gab es so etwas vor gerade einmal einem Jahr - als nach einem relativ milden Januar die Temperaturen gegen Ende Februar deutlich in den Keller gingen. So wurden damals in der Nacht zum 28. Februar in Süd-Lübeck minus 20 Grad gemessen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR//Aktuell | 25.02.2019 | 14:00 Uhr

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