Eine fliegende Drohne vor blauem Hintergrund.
AUDIO: Dänemark meldet Drohnensichtungen (1 Min)

Wieder Drohnen über dänischen Militärstandorten

Stand: 28.09.2025 16:14 Uhr

Nach Sichtungen in Dänemark und Schleswig-Holstein in der vergangenen Woche sind ein weiteres Mal mutmaßliche Spionage-Drohnen am Himmel über Dänemark entdeckt worden. Die NATO reagiert.

Über dänischen Militärstandorten sind in der Nacht zu Sonntag (28.9.) erneut Drohnen gesichtet worden. Das teilten die dänischen Streitkräfte am Sonntagmittag mit. Allerdings wurde - anders als am vergangenen Montag - als Konsequenz diesmal nicht der Luftraum über Flughäfen gesperrt.

Drohnensichtungen in Dänemark bereits vergangene Woche

In der vergangenen Woche waren über Dänemark mehrfach Drohnen gesichtet worden. Die Regierung in Kopenhagen sprach von einem hybriden Angriff und geht davon aus, dass ein professioneller Akteur hinter den Überflügen steckt. Die dänischen Behörden sind nach eigenen Angaben in ständiger Alarmbereitschaft und haben wegen möglicher Drohnentransporte auch ihre Grenzkontrollen intensiviert.

In Kopenhagen beraten Mitte der Woche die EU-Staats- und Regierungschefs unter anderem darüber, wie die europäische Verteidigungsbereitschaft verbessert werden kann. Die Bundeswehr unterstützt die Dänen bei der Sicherung des Gipfels. Wegen des Treffens sind kommende Woche in Dänemark landesweit alle zivilen Drohnenflüge verboten.

Drohnen auch über Schleswig-Holstein

Auch über Schleswig-Holstein waren in der Nacht zu Freitag (26.9.) mehrere Drohnen gesichtet worden. Nach Angaben von Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) geht man nun dem Verdacht der Spionage nach. Das Innenministerium sei "im intensiven und fortschreitendem Austausch" mit dem Bund und der Bundeswehr. Die Landespolizei verstärkt in Abstimmung mit den anderen norddeutschen Ländern die Drohnenabwehr. Wie viele Drohnen gesichtet wurden und wo, dazu machte die Ministerin keine Angaben. Woher die Drohnen stammen und was hinter den Überflügen steckt, ist bisher unklar. Alle Stellen seien sehr wachsam, an der Sicherheitslage habe sich nichts geändert, sagte Sütterlin-Waack.

NATO will Präsenz verstärken

Die NATO kündigte am Wochenende (28.9.) an, die Ostsee besser schützen zu wollen. Wie das Militärbündnis der Nachrichtenagentur Reuters mitteilte, sind verschiedene Maßnahmen geplant, darunter der Einsatz einer Fregatte zur Flugabwehr. Hinzu kommen Maßnahmen zur Aufklärung. Außerdem prüft die Nato, ihre Flugverteidigung an der Ostflanke zu stärken.

UKSH, das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein.

Ein Kraftwerk, das UKSH, die Raffinerie in Heide und die Landesregierung sind betroffen. Auch Militär-Anlagen in MV wurden überflogen.

Der Landtag in Kiel.

Es geht dabei um den Anfangsverdacht einer Straftat des sicherheitsgefährdenden Abbildens, sagte die Leitende Oberstaatsanwältin.

Eine Drohne fliegt in der Nähe einer Stromleitung.

Das Innenministerium geht nach eigener Aussage dem Verdacht der Spionage nach. Dänemark verstärkt die Grenzkontrollen.

Polizei bei einer Razzia auf dem Schiff Scanlark.

Derzeit wird gegen fünf Russen ermittelt. Vom Schiff aus soll in der Kieler Bucht eine Spähdrohne gestartet worden sein.

Der Frachter "Scanlark" hat an einem Liegeplatz im NOK festgemacht.

Vor der Razzia in Kiel soll das Schiff vom Kurs abgewichen sein. Die Ermittler vermuten, dass von Bord aus Drohnen gestartet sind.

Drohnen fliegen über dem Flughafen Aalborg, Dänemark.

Dänemark hat wieder Drohnen über mehreren Flughäfen gesichtet - diesmal waren auch Militärstützpunkte betroffen. In Aalborg wurde zeitweise der Luftraum gesperrt. Die Regierung spricht von einem "professionellen Akteur".

Eine Drohne fliegt in der Nähe einer Stromleitung.

Man plane einen technischen Schutzschirm über Norddeutschland, sagt Innenministerin Behrens. Die Technik soll gleich sein.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 28.09.2025 | 15:00 Uhr

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