Stand: 17.02.2020 17:45 Uhr

Bald schwimmendes Labor auf der Elbe

An der Zeitserienstation Boknis Eck werden Wasserproben für den Ocean Sampling Day 2014 genommen © GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel Foto: Jan Steffen
Aus der Elbe werden Wasserproben entnommen. Bisher war das für die Wissenschaftler umständlicher.

Die Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums Geesthacht freuen sich, dass ihre Arbeit einfacher wird. Bisher mussten sie die Wasserproben der Elbe per Hand aus dem Wasser schöpfen, ins Labor tragen und untersuchen. Mit der "ForschungsplattformTesperhude" wird es in Zukunft anders ablaufen. Das schwimmende Labor analysiert ganz automatisch die Elbwasserwerte. Das Labor wird in einem Container auf einem Ponton direkt am Steg in Tesperhude (Kreis Herzogtum Lauenburg) an der Elbe schwimmen. Die Forschungsplattform misst dann automatisch unter anderem Strömungen, Algengehalt und Schadstoffe im Elbewasser und wertet diese aus. Viele dieser Daten werden dann automatisch an die Forscher gesendet.

Arbeit der Forscher wird erleichtert

Laut Sina Bold, Projektleiterin im Helmholtz-Institut für Küstenforschung, erleichtert der Laborcontainer die Arbeit der Forscher erheblich. Von den Informationen, die die Plattform sammelt, sollen dann auch die Verantwortlichen des Nationalparks Wattenmeer oder des Hamburger Hafens profitieren. "Da ist zum einen die Menge an Schwebstoffen, auch der Anteil, wie viel davon wirklich Mikroalgen ausmachen, weil dann abgeschätzt werden kann, wo sich das Material im Hamburger Hafen ablagert und wo gegebenenfalls wieder ausgebaggert werden muss, um die Fahrrinne schiffbar zu halten", sagte Bold am Montag.

Land unterstützt das Projekt

Insgesamt kostet die Forschungsplattform rund 850.000 Euro, mehr als die Hälfte übernimmt das Land. Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) hat am Montag dazu den Förderbescheid in Höhe von mehr als einer halben Million Euro übergeben. Der Container mit der Analysetechnik wird gerade im Helmholtz-Zentrum gebaut, im September kommenden Jahres soll das Labor auf der Elbe voll einsatzfähig sein.

Weitere Informationen
Ein geöffneter Tankdeckel mit der Aufschrift "H2 Gas".

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 17.02.2020 | 12:00 Uhr

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