Stand: 11.08.2020 18:18 Uhr  - Schleswig-Holstein Magazin

Sanierung an Carlebach-Synagoge in Lübeck abgeschlossen

Vor sechs Jahren hat die Sanierung begonnen, sie kostete rund 8,4 Millionen Euro: Seit Dienstag erstrahlt die Carlebach-Synagoge in Lübeck wieder in neuem Glanz. Gemeinsam mit dem Lübecker Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) stellte die jüdische Gemeinde die Arbeiten vor. Ein langer Weg sei mit einem wunderbaren Ergebnis zu Ende gegangen, sagte Lindenau.

Sakralmöbel finden zuletzt Einzug

Die Synagoge war als einzige in Schleswig-Holstein nicht in der NS-Zeit zerstört worden. Ein Brandanschlag 1994 brachte sie in die Schlagzeilen. Nach dem Umbau bietet die Synagoge Platz für 260 Männer im Gebetsraum und 90 Frauen auf der Empore.

Zum Abschluss der Arbeiten bauten Tischler am Dienstag die Sakralmöbel ein. Vom neuen Lesepult wird künftig die Thora gelesen. "Unsere Synagoge ist nicht nur ein Gebetsraum, sondern auch ein Symbol für die Wiederbelebung des jüdischen Lebens in Lübeck, in ganz Deutschland und allgemein", sagte Rabbiner Nathan Grinberg.

Gebetsraum muss geweiht werden

Die Arbeiten an der Synagoge hatten sich zuletzt wegen der Corona-Pandemie verzögert. Als nächstes muss der Gebetsraum noch geweiht werden. Dann können die Mitglieder der jüdischen Gemeinde dort wieder zusammenkommen. Die offizielle Eröffnung der Synagoge ist wegen Corona aber erstmal verschoben.

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Das Gebäude der Lübecker Synagoge im Jahr 2014. © Picture-Alliance/dpa Foto: Jens Büttner

März 1994: Anschlag auf Lübecker Synagoge

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Schleswig-Holstein Magazin | 11.08.2020 | 19:30 Uhr

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