Stand: 03.04.2017 12:00 Uhr

Wie funktioniert die Briefwahl?

Schon vor dem Wahltag können Bürger ihre Stimme per Briefwahl abgeben. Die dafür benötigten Unterlagen können seit dem 27. März mit dem Wahlschein persönlich im Wahlbüro oder schriftlich über den Postweg, per Telefax oder E-Mail beantragt werden. Am besten gibt man zur besseren Identifikation das Geburtsdatum oder die Wahlbezirksnummer an. Diese Daten stehen auf der Wahlbenachrichtigung. Die Unterlagen können nicht telefonisch angefordert werden.

Wahlunterlagen liegen auf einem Tisch. © picture alliance / dpa Fotograf: Sebastian Gollnow

Wie funktioniert eine Briefwahl?

Das Video zeigt alle Schritte, die für eine Briefwahl nötig sind. Vom Erhalt der Wahlbenachrichtigung bis zum Gang der Post wird alles erklärt.

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Kein Porto für die Briefwahl

Auf dem zugeschickten Stimmzettel kann der Wähler wie gewohnt zwei Kreuze machen. Der Stimmzettel kommt in den dafür mitgeschickten Umschlag und wird verschlossen. Außerdem muss der Briefwähler eine eidesstattliche Erklärung unterschreiben. Die kommt zusammen mit dem Stimmzettel-Umschlag in ein zweites Kuvert, das an das Wahlbüro geschickt wird. Die Adresse steht schon auf dem Briefumschlag. Im Inland zahlt man dafür kein Porto.

Wer die Unterlagen persönlich beim zuständigen Wahlamt abholt, kann die Briefwahl auch gleich an Ort und Stelle ausüben.

Die Wahl bleibt geheim

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Wer die Unterlagen persönlich im Wahlamt abholt, kann direkt vor Ort wählen.

Im Wahlbüro wird der verschlossene Stimmzettel-Umschlag in eine Wahlurne eingeworfen, die erst nach Schließung der Wahllokale um 18 Uhr geöffnet werden darf. Die eidesstattliche Erklärung wird direkt zu den Unterlagen der Wahlbehörde gelegt - sie belegt, dass Sie per Briefwahl gewählt haben. Die Wahlhelfer können so den Stimmzettel nicht dem Namen des Wählers zuordnen. Dadurch bleibt auch die Briefwahl geheim.

Wer trotz zugeschickter Briefwahlunterlagen doch spontan im Wahllokal wählen will, der muss seine Unterlagen am Wahltag dorthin mitbringen. Andernfalls müssen die Wahlhelfer davon ausgehen, dass man bereits gewählt hat.

Neue Unterlagen in leichter Sprache

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Erstmals sind in diesem Jahr die Logos der Parteien auf den Stimmzetteln zu sehen.

Die Benachrichtigung und auch die Briefwahlunterlagen sehen in diesem Jahr anders aus. Um die Dokumente für alle verständlich zu machen, wurden sie in kurzen, leicht verständlichen Sätzen verfasst und mit den Logos der Parteien versehen. Das Ausfüllen der Stimmzettel soll dadurch erleichtert werden, sagt Landeswahlleiter Tilo von Riegen.

Frist endet am 5. Mai

Briefwähler können die Unterlagen bis zum 5. Mai um 12 Uhr beantragen. In Ausnahmefällen, zum Beispiel bei plötzlicher Krankheit, kann die Frist bis zum Wahltag um 15 Uhr verlängert werden. Der Brief muss am Wahlsonntag bis spätestens 18 Uhr im Wahlbüro eingehen. Wer einen Wahlschein für eine andere Person beantragen will, braucht dafür eine schriftliche Vollmacht.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 07.05.2017 | 18:00 Uhr

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