Stand: 13.04.2020 17:04 Uhr  - NDR 1 Welle Nord

Schleswig-Holstein aktuell: Nachrichten im Überblick

Rümpel: Pflegeheim steht unter Quarantäne

In Rümpel (Kreis Stormarn) sind laut Kreisverwaltung im Wohnpark Rohlfshagen 72 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden: 53 Bewohner und 19 Mitarbeiter. Bereits am Donnerstag hatte das Gesundheitsamt des Kreises Stormarn nach Rücksprache mit der Heimleitung die Einrichtung unter Quarantäne gestellt - nachdem bestätigt war, dass sich zwei Mitarbeiter mit dem Virus infiziert hatten. Am Ostersonntag bestätigten die daraufhin vorgenommenen Testungen aller 70 Bewohner sowie der 60 Mitarbeitenden, dass sich bereits mehr als die Hälfte der Personen infiziert haben. | NDR Schleswig-Holstein 13.04.2020 17:00

Grundsteuerreform nach Bundesmodell: Neubau könne zum Erliegen kommen

Schleswig-Holstein will bei der Reform der Grundsteuer keinen Sonderweg gehen, sondern das Bundesmodell übernehmen. Das hatte Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) kurz vor Ostern mitgeteilt und damit massive Kritik bei den Immobilienverbänden im Land ausgelöst. Das Modell sieht vor, dass sich die Grundsteuer aus Wert und Fläche einer Immobilie ergibt. Damit soll sie in teuren Lagen höher ausfallen als in weniger teuren. Die Chefs der schleswig-holstenischen Immobilienverbände befürchten, dass Eigentümer in Zukunft die Steuer nicht mehr auf die Mieter umlegen könnten. Verbandsdirektor der Norddeutschen Wohnungsunternehmen, Andreas Breinter, sagte, der Neubau im Land könne zum Erliegen kommen. Der Vorsitzende von Haus und Grund, Alexander Blazek, spricht von einer Vermögenssteuer durch die Hintertür. Auch die FDP in der Jamaika-Koalition hält das gewählte Modell eigentlich für zu unbürokratisch und zu teuer, hatte die Entscheidung aber mitgetragen. | NDR Schleswig-Holstein 13.04.2020 16:00

AOK Nordwest: Kranke Kinder sind Müttersache in SH

Aus Zahlen der AOK Nordwest geht hervor, dass die Betreuung von kranken Kindern zu Hause in Schleswig-Holstein meistens ein Fall für die Mütter ist. Die Zahlen für 2019 wurden am Ostermontag veröffentlicht. Demnach blieben in fast 80 Prozent der Fälle die Mütter zuhause, wenn Kinder krank waren. Insgesamt hätten fast 12.000 Versicherte Kinder-Krankengeld beantragt. Jeder Elternteil hat für kleinere Kinder für bis zu zehn Tage pro Jahr Anspruch darauf, dass die Krankenkasse Verdienstausfall ausgleicht. | NDR Schleswig-Holstein 13.04.2020 14:00

Mensch nach Feuer in Eddelak weiter vermisst

Nach dem Brand eines Reetdachhauses in Eddelak (Kreis Dithmarschen) in der Nacht zum Karfreitag wird der Bewohner des Gebäudes weiterhin vermisst. Die Polizei schließt nicht aus, dass er bei dem Feuer ums Leben kam, wie sie am Montag mitteilte. Kurz vor 4 Uhr am Freitagmorgen habe das Dach des ehemaligen Bauernhauses aus ungeklärter Ursache Feuer gefangen. Durch den Brand sei es komplett zerstört worden. Den Angaben zufolge ist der 31-jährige Vermisste der einzige Bewohner des Gebäudes, die anderen beiden Wohnungen sind unbewohnt. Aufgrund der Umstände vermutet die Polizei, dass sich der Mann zum Zeitpunkt des Brandes im Haus aufgehalten habe. Eine Polizeisprecherin sagte NDR Schleswig-Holstein, am Dienstag wolle man mit Hunden nach dem Vermissten suchen. Eine genaue Nachsuche in der Brandruine sei zunächst jedoch nicht möglich gewesen. | NDR Schleswig-Holstein 13.04.2020 17:00

Zahl der Corona-Infektionen steigt auf mehr als 2.100

In Schleswig-Holstein ist die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen auf 2.135 gestiegen - 22 Fälle mehr im Vergleich zum Vortag. Das gab die Landesregierung bekannt. Mehr als die Hälfte der Betroffenen ist seit Beginn der Pandemie wieder gesund. Die Zahl der Toten stieg von 41 auf 45. Nach aktuellem Stand befinden sich derzeit 157 Covid-19-Patienten in stationärer Behandlung. Wie die Landesregierung unter Berufung auf Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) weiter mitteilte, sind seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein rund 1.300 Menschen genesen. | NDR Schleswig-Holstein 13.04.2020 11:00

Verbrannte menschliche Überreste in Volsemenhusen identifiziert

Nach dem Brand eines Reetdachhauses in Volsemenhusen im Kreis Dithmarschen Ende März sind die gefundenen menschlichen Überreste identifiziert worden. Sie können zweifelsfrei der 54-jährigen Bewohnerin zugeordnet werden, wie die Polizei am Montag mitteilte. Den Angaben zufolge war die Frau seit dem Feuer vermisst worden, bei dem das Gebäude aus dem 15. Jahrhundert vollständig zerstört wurde. Die Todesursache sei weiterhin unklar. Die Ermittlungen dauern an. | NDR Schleswig-Holstein 13.04.2020 14:00

Kieler Virologe: Ohne Schutzmaßnahmen wären Krankenhäuser voll

Der Kieler Virologe Professor Helmut Fickenscher sieht für eine Entwarnung in der Corona Krise bisher keinen Grund. Er ist davon überzeugt, dass das Aufheben von Schutzmaßnahmen innerhalb kurzer Zeit zu vollen Krankenhäusern führen würde. Dann könnten wegen Überlastung nicht einmal mehr simple Unfälle angemessen behandelt werden. Eine Diskussion über Anpassungen in kleinen Schritten sei jetzt aber wichtig, um die Argumente auszutauschen. Kontraproduktiv wäre aus Fickenschers Sicht eine Schutzmaskenpflicht für alle. Solche Masken würden in Kliniken und Pflegeheimen dringend benötigt. | NDR Schleswig-Holstein 13.04.2020 08:00

Großeinsatz für die Feuerwehr in Lübeck

Laut Feuerwehr-Leitstelle hat es in der Nacht zu Ostermontag in einem Mehrfamilienhaus in der Marquardstraße im Lübecker Stadtteil St. Lorenz Nord gebrannt. Der Bewohner der betroffenen Wohnung versuchte zunächst, die Flammen selbst zu löschen. Dabei zog er sich schwere Verbrennungen zu. Zwei Nachbarn kamen ebenfalls mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Sie waren über eine Luke auf das Dach des Gebäudes geflüchtet und wurden von der Feuerwehr mit einer Drehleiter gerettet. Brandursache und Schadenshöhe sind noch unklar. | NDR Schleswig-Holstein 13.04.2020 08:00

Ostern und Corona: Nur wenige Verstöße gegen Regeln

Die Schleswig-Holsteiner haben sich an den sonnigen Ostertagen bislang weitgehendan die Reise- und Kontaktvorschriften zur Eindämmung des Coronavirus gehalten. Zwar hielten sich viele Menschen im Freien auf, doch bildeten sich kaum Gruppen - und auch der touristische Reiseverkehr hielt sich insgesamt in Grenzen. Das ergaben die Kontrollen der Polizei. Sie war an den Ostertagen mit zusätzlichen Kräften im Einsatz, um den Zugang auf die Nordseeinseln und nach Fehmarn zu überwachen. In Lübeck und Ostholstein kontrollierte die Polizei am Ostersonntag 220 Fahrzeuge mit auswärtigen Kennzeichen. 30 mussten das Land verlassen, weil die Fahrer sich nicht in Schleswig-Holstein aufhalten durften. | NDR Schleswig-Holstein 13.04.2020 09:00

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 13.04.2020 | 18:00 Uhr

Nachrichten aus Schleswig-Holstein

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Flensburg: 160 Menschen auf Corona getestet

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