Sendedatum: 16.06.2018 19:30 Uhr

Bier, Glasen und Qualen - Das Kieler Woche-ABC

Q wie Qualen

Wie das im Leben nun mal so ist, jede Medaille hat zwei Seiten. Zur Kieler Woche gehören deshalb auch kleine Qualen: Blasen an den Füßen, Möwen-Kot auf der Jacke und verdeckte Sicht auf die Schiffe. Gut drauf ist derjenige, der über solche Strapazen lachen kann.

R wie Regen

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Gehört während der Kieler Woche immer ins Gepäck: der Regenschirm.

Weiße Segel, blauer Himmel, die Sonne strahlt: Klar, es gibt sicherlich kein besseres Wetter für die Kieler Woche. Aber das scheint Petrus manchmal anders zu sehen und lässt es fleißig schütten. Umso besser, dass die Fans hart im Nehmen sind. Die perfekte Kieler-Woche-Ausstattung: Während die Frauen einen Faltregenschirm in der Handtasche parat haben, kleiden sich die Männer in wetterfeste, farbenfrohe Funktionsjacken. Und: Wir sind ja nicht aus Zucker!

S wie Spiellinie

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Auf der Krusenkoppel können sich die Kleinsten austoben.

Jedes Jahr können sich die kleinen Kieler-Woche-Gäste auf dem knapp 57.000 Quadratmeter großen Areal so richtig austoben. Unter dem Motto "Fantasievolle Blumen und ein geheimnisvolles Labyrinth" dreht sich dieses Jahr alles um die leuchtende Blüten aus begehbaren Kakteen. Verbraten dürfen Kinder dafür Bretter, Schrauben, Tackernadeln, Bettlaken, Tischdecken und natürlich Farben. Eltern wird übrigens empfohlen, ihre Kinder mit älteren Klamotten loszuschicken.

T wie Tiffany

Was dabei herauskommt, wenn Physiker, Lehrer und Ärzte zusammen Musik machen, erlebt man, sobald "Tiffany" auf die Bühne tritt. Die Formation gibt es seit 1986. Sie ist eine der bekanntesten Kieler Kultbands. Seit Jahren pilgert eine eingefleischte Fan-Gemeinschaft zu jedem Konzert der Cover-Band. Sie tritt am Sonnabend (16. Juni)auf.

U wie Unterkünfte

Die Kieler Woche ist doppelt so schön, wenn man abends nicht mehr lange nach Hause tingeln muss. Unterkünfte gibt es in jeder erdenklichen Preisklasse. vom Gästesofa bei alten Freunden über Jugendherbergen bis hin zum Hotelzimmer. Nur: Im Auto schlafen ist nicht sonderlich empfehlenswert. Da gibt es nämlich eine Nackenstarre und keine Dusche.

V wie Volksfest

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Mehr als drei Millionen Besucher werden zur Kieler Woche erwartet.

Schiffe gucken und Kirmes-Flair: Die Kieler Woche ist längst nicht mehr nur ein Segler-Ereignis. Sie hat sich inzwischen als riesiges Volksfest gemausert. Entlang der Hafenpromenade an der Kieler Förde und auch auf dem Willy-Brandt-Ufer sind Bühnen und Stände aufgebaut, auf dem Rathausplatz und in der Fußgängerzone werden auf dem sogenannten Internationalen Markt Spezialitäten verschiedener Länder angeboten. Verschiedene Künstler und Kulturschaffende geben sich außerdem die Klinke in die Hand - bei kostenlosen Konzerte, Auftritten von Comedians und Folkloregruppen.

W wie Windjammerparade

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Maritimer Höhepunkt der Kieler Woche: die Windjammerparade.

Wenn es am Ufer der Förde eng wird, kann es nicht mehr lange dauern: Dann warten Fotoapparate und Ferngläser auf ihren Einsatz. Die traditionelle Windjammerparade ist der maritime Höhepunkt der Kieler Woche. Am zweiten Sonnabend der Festwoche verfolgen jedes Jahr mehr als 100.000 Menschen das Treiben auf dem Wasser. Für rund 100 Groß- und Traditionssegler heißt es dann um 11 Uhr wieder "Leinen los". Sie verwandeln die Kieler Förde für Stunden in ein Meer aus weißen Segeln.

X wie XX- und XY-Chromosom

Die Kieler Woche ist nicht zuletzt ein Ort der Begegnungen: Mann (XY-Chromosom) und Frau (XX-Chromosom) treffen hier an jeder Ecke aufeinander. Wem normalerweise der Mut fehlt, das andere Geschlecht überhaupt anzusprechen - bei der Festwoche sind alle einen Tick forscher. Schicke Schiffe, romantisches Möwenkreischen und gute Laune tun ihr Übriges.

Y wie Yachten

Selbst Landratten, die schon beim Betreten eines Schiffes seekrank werden, lieben die Kieler Woche. Warum eigentlich? Ganz klar: Ein Blick auf die pompösen Yachten im Kieler Hafen hat was Meditatives. Für neun Tage hat der Entspannungscoach Sendepause, Baldrian kann getrost im Schrank und die Yoga-Matte eingerollt bleiben.

Z wie zufrieden

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Neun Tage lang herrscht dann auf dem Wasser und an Land Partystimmung.

Gäste, Organisatoren, Segler, Gastronomen oder Künstler - sie alle haben nach neun Festtagen die ganze emotionale Palette durchgemacht: beeindruckt, angeheitert, vollgefressen und vom Wind durchgepustet. Zurück bleibt aber vor allem ein Gefühl: Zufriedenheit.

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 16.06.2018 | 19:30 Uhr

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