Stand: 21.07.2020 08:00 Uhr

Zweite Corona-Welle? Gesundheitsämter sind gewappnet

Die Infektionszahlen in Schleswig-Holstein sind derzeit niedrig. Deshalb können die Mitarbeiter der Gesundheitsämter ein wenig durchatmen. Doch viele Experten halten eine zweite Infektionswelle für wahrscheinlich, möglicherweise schon im Herbst. Anders als zum Start der Corona-Pandemie sehen sich die Gesundheitsämter im Land nach Angaben der Kreise nun gut vorbereitet. Tenor: Im Ernstfall könne man auf viele einstudierte Abläufe zurückgreifen.

"Mitarbeiter wissen nun, worum es geht"

Schulungen für Mitarbeiter, bessere Kommunikation mit anderen Behörden, Infektionsketten nachverfolgen: Das sind einige der Bereiche, in denen Arbeitsabläufe neu entwickelt wurden, um die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen. Außerdem wüssten die Mitarbeiter nun, worum es gehe, erklärt das Gesundheitsamt in Lübeck. Eine zweite Ausnahmesituation wie im März sei daher eher unwahrscheinlich. Der Kreis Ostholstein betont jedoch, dass zur Hochphase an der Grenze der Belastbarkeit gearbeitet wurde. In vielen Kreisen halfen Mitarbeiter beispielsweise aus der Verwaltung im Bereich des Infektionsschutzes aus. Inzwischen konnten sie wieder an ihren eigentlichen Arbeitsplatz zurückkehren.

Stegner fordert mehr Unterstützung für Gesundheitsämter

SPD-Fraktionschef Ralf Stegner war beeindruckt davon, wie sich die Gesundheitsämter auf die Corona-Pandemie eingestellt haben, beispielsweise indem sie Personal aus anderen Bereichen der Verwaltung abgezogen haben. Er fordert, die Gesundheitsämter in Krisensituationen besser zu unterstützen. Außerdem macht er sich für mehr Personal in Gesundheitsämter stark.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 21.07.2020 | 08:00 Uhr

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