Ein Weihnachtsbaum steht in einem Schaufenster. © NDR

Weihnachtsgeschäft in SH: Bis zu 40 Prozent weniger Umsatz

Stand: 01.12.2020 13:17 Uhr

Viele Branchen leiden unter der Corona-Krise und werden auf lange Sicht wohl aufgeben müssen. Andere profitieren sogar.

Die Corona-Pandemie setzt vielen Läden in den Innenstädten zu. Vor allem Geschäfte mit Waren wie Bekleidung, Schuhe, Spielwaren und Unterhaltungselektronik leiden laut dem Handelsverband Nord besonders stark unter der Corona-Krise. Dort gibt es nach Angaben eines Sprechers Umsatzrückgänge von bis zu 40 Prozent - in touristischen Gebieten sogar bis zu 80 Prozent.

Onlinehandel ist Konkurrenz

Finanzielle Hilfen vom Bund gibt es für die Geschäfte laut Handelsverband in der Regel nicht. Mareike Petersen vom Handelsverband sagte: "Gerade in der Textilbranche ist es so, dass ab einem Umsatzverlust von 20 Prozent die Existenz bedroht ist. Wenn wir jetzt keine Änderung kriegen, dann kann es eben schon sein, dass wir in Schleswig-Holstein bis zu 500 Geschäfte verlieren, bundesweit rechnen wir mit einem Verlust von 50.000 Einzelhändlern." Ein Grund ist auch die Konkurrenz durch den Onlinehandel. Die Umsätze dort werden laut Handelsverband in diesem Jahr um 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigen.

Und auch Branchen wie Baumärkte oder Nahrungsmittel machen einen sehr guten Umsatz. Deshalb blickt der Einzelhandel in Schleswig-Holstein insgesamt optimistisch auf das Weihnachtsgeschäft. Der Handelsverband Nord rechnet nach eigenen Angaben mit einem Umsaztplus von 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

 

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 01.12.2020 | 14:00 Uhr

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