Stand: 20.08.2020 12:17 Uhr

Vereinssport: Einige starten, andere warten

Trainieren in voller Mannschaftsstärke, Testspiele und Ligaspiele - am Mittwoch sind die neuen Lockerungen für den Vereinssport in Kraft getreten. Die Voraussetzung: Ein strenges Hygienekonzept, das mit den für die Sportstätten verantwortlichen Kommunen abgestimmt sein muss. Das Konzept muss unter anderem vorsehen, wie die Hallen gelüftet werden, sofern der Sport nicht im Freien stattfindet. Außerdem, wie Mindestabstände in Umkleidekabinen und Sanitäranlagen gewährleistet werden. Für die meisten Sportvereine im Land war das kein Problem, sagt der Landessportverband (LSV). Bestehende Konzepte seien dafür nur erweitert worden.

Sporthallen teilweise gesperrt

Als große Herausforderung sieht der LSV dagegen das zunehmende Platzproblem, beispielsweise für die mitgliederstarken Vereine VfL Pinneberg und den EMTV in Elmshorn. In beiden Städten sind laut Landessportverband zur Zeit mehrere Hallen komplett für den Vereinssport gesperrt, weil dort im Moment coronabedingt Schulklassen unterrichtet werden oder auch Lehrerzimmer eingerichtet wurden. Der Verband appelliert daher an die Kommunen, schnellstmöglich nach anderen Lösungen zu suchen, damit die Sportstätten den Vereinen wieder zur Verfügung stehen. "Viel zu lange konnte viel zu wenig stattfinden. Jetzt brauchen wir die Sportstätten wieder für unsere Vereine. Wir müssen Kinder in Bewegung bringen, wir müssen Ältere an den Sport heranbringen und bitte seid so gut: Sucht kreativ nach anderen Lösungen, wenn es möglich ist", sagt Thomas Niggemann vom LSV.

Auch beim VfL Pinneberg müssen die Sportler weiter mit Einschränkungen leben. Hier bleiben vorerst auch die Duschen und Umkleiden an den städtischen Sportanlagen geschlossen. Der Verein will sich in den kommenden Tagen mit der Stadt darüber abstimmen, wie die Sanitäranlagen genutzt werden können.

Erste Freundschaftsspiele an der Westküste

Die Manschaft posiert in ihren Trikos vor dem Tor. © Peter Bartelt Foto: Peter Bartelt
Das Testspiel Wesselburen gegen Rödemis/Schobüll endete Mittwochabend 4:4 unentschieden.

Anders sieht es an der Westküste aus. Der Heider Sportverein spielte am Mittwoch sein erstes Freundschaftsspiel gegen den MTV Tellingstedt. Für Spieler, Betreuer und die 500 Zuschauer galten jedoch spezielle Corona-Abstands- und Hygieneregeln. Jeder Gast musste sich beim Kauf seiner Eintrittskarte registrieren lassen. Und auch Blau-Weiß Wesselburen spielte am Mittwoch wieder - gegen SG Rödemis/Schobüll.

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Eine leere Garderobe in einer Schule. © dpa-Bildfunk Foto: Peter Kneffel
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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 19.08.2020 | 12:00 Uhr

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