Rendsburg-Eckernförde setzt auf mobile Coronatest-Teams

Stand: 08.01.2021 12:46 Uhr

Rendsburg-Eckernförde setzt als erster Kreis in Schleswig-Holstein mobile Coronatest-Teams ein. Sie sollen nach Angaben des Kreises ab sofort Beschäftigte in Alten- und Pflegeheimen auf das Virus untersuchen.

Laut Corona-Lagezentrum des Kreises Rendsburg-Eckernförde hatten die etwa 100 Alten- und Pflegeheime im Kreisgebiet bei der Umsetzung der Testpflicht um Hilfe gebeten. "Wir haben uns vom Kreis gesagt, wir wollen nicht länger warten und haben die Aktion jetzt schon mal begonnen, was auch als Modell möglicherweise für andere Kreise dienen kann", sagte der Leiter des Zentrums, Stephan Ott. Die Tests werden von Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuzes und der Johanniter übernommen. "Es ist so, dass wir vom Kreis Rendsburg-Eckernförde da so ein bisschen vorgeprescht sind - und zwar heute in einem Pflegeheim in Gettorf im Seniorenheim am Park."

Drei Teams in 25 Einrichtungen

Drei Teams sollen die Tests zunächst in 25 Einrichtungen, die besonders dringend Unterstützung brauchen, übernehmen. Insgesamt sind nach Angaben von Stephan Ott 2.000 Tests pro Woche vorgesehen, so dass die Mitarbeiter im Zwei-Wochen-Takt auf das Coronavirus getestet werden können. Die Landesverordnung sieht seit Mitte Dezember vor, dass Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in stationären Einrichtungen verpflichtend getestet werden müssen. Von diesen Häusern gibt es landesweit knapp 690.

Andere Kreise wollen nachziehen

Andere Kreise wollen nun nachziehen. Der Landkreistag Schleswig-Holstein führt nach eigenen Angaben Gespräche mit der Landesregierung, wie sich das Angebot der Kreise an die Alten- und Pflegeeinrichtungen umsetzen lässt. Herausforderung sei, dass die Kreise selbst kein Personal für die Tests hätten, sagte Geschäftsführer Sönke Schulz. Man könne also lediglich den Bedarf der Einrichtungen klären und an Hilfsorganisationen oder Freiwillige vermitteln.

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