Menschen spazieren am Strand auf Föhr.

Positive Zwischenbilanz der Tourismus-Modellregion auf Föhr

Stand: 08.05.2021 12:25 Uhr

Im Rahmen der Modellregion Nordfriesland können seit einer Woche wieder Urlauber nach Föhr kommen. Rund 1.000 Betriebe auf der Nordseeinsel beteiligen sich am Projekt.

Seit einer Woche läuft das Tourismus-Modellprojekt auf Föhr (Kreis Nordfriesland). Noch ist die Insel allerdings nicht ganz ausgebucht. Das größte Hotel auf Föhr hat in den ersten Tagen nur 20 Prozent aller Zimmer belegt, damit sich die Mitarbeiter langsam wieder an die Abläufe gewöhnen. Zwei Vollzeitkräfte des Hotels Upstalsboom kümmern sich alleine um Kontrolle und Dokumentation der Coronatests. "Der Aufwand im Hintergrund - das Nachhalten der Tests etc. - ist enorm groß. Nichtsdestotrotz fällt das Resumée bislang sehr, sehr positiv aus", sagt Hauke Petersen vom Hotel Upstalsboom. Ende des Monats gibt das Hotel dann alle Zimmer wieder frei - und es ist ausgebucht.

Alle 48 Stunden muss man sich testen lassen

Elke Raffelhüschen betreut und vermietet insgesamt 26 Ferienwohnungen. Vor Anreise und alle 48 Stunden müssen ihre Gäste einen negativen Coronatest vorweisen. Im Moment laufe das richtig gut, sagt sie. Vor dem Start der Modellregion war sie aber noch mehr als skeptisch. "Je mehr man sich damit beschäftigt hat, desto mehr Fragen tauchten auf. Wie mache ich das? Kann ich das überhaupt leisten? Will ich das überhaupt leisten?", berichtet sie. Nachdem sie aber ein halbes Jahr kein Geld verdient hatte, hat sie sich für das Projekt angemeldet.

31 Test-Stationen auf Föhr

An 31 Stationen können sich Touristen und Einheimische auf Föhr testen lassen. Alleine an den beiden Standorten der Hafen Apotheke werden bis zu 500 Tests pro Tag gemacht. Auch wer einen Kaffee trinken oder in einem Restaurant etwas essen möchte, muss einen maximal 24 Stunden alten Test vorlegen und einen Tisch reservieren.

56 positive Test im Kreis

Auf einer Internetseite können Interessierte die Daten des Kreises einsehen. "Leider sind die Daten noch nicht vollständig gemeldet worden. Doch nach heutigem Stand lässt sich ablesen, dass unter den 47.976 gemeldeten Schnelltests nur 56 positiv ausfielen. Darunter waren 37 Einheimische, was 0,08 Prozent der Tests entspricht, null Tages- und 19 Übernachtungsgäste, das sind 0,04 Prozent", hat Landrat Florian Lorenzen (CDU) ausgerechnet - bezogen auf den gesamten Kreis. Sie alle müssen per PCR-Test überprüft werden.

Bußgelder bei fehlenden Gästedaten

Ob Hotels oder Restaurants: Alle teilnehmenden Betriebe auf Föhr haben zusätzliche Arbeit. Denn sie müssen für die wissenschaftliche Begleitung des Projekts sämtliche Gästedaten an die Verwaltung melden. Laut Kreis hakt es dabei oft noch. Deshalb sollen Unternehmen künftig Bußgelder zahlen, wenn sie die Daten nicht zeitnah übermitteln.

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