Ein aus Holz gefertigtes Schild mit der Aufschrift "Reserviert": © Andrea Schmidt

Neue Corona-Verordnung: Die Auflagen für Außengastronomie

Stand: 09.04.2021 18:27 Uhr

Die Landesregierung in Schleswig-Holstein hat eine neue Fassung der sogenannten Corona-Bekämpfungsverordnung beschlossen.

Sie gilt vom 12. April bis zum 9. Mai. Die bisherigen Maßnahmen werden weitgehend fortgesetzt. Allerdings darf die Außengastronomie ab nächstem Montag (12.4.) unter strikten Auflagen öffnen. Die Änderungen im Einzelnen:

Außengastronomie

  • Kann in Kreisen und kreisfreien Städten, die in der Inzidenz stabil unter 100 liegen, wieder öffnen
  • Aktuelle Kontaktbeschränkungen: Maximal fünf Personen aus zwei Haushalten an einem Tisch, Kinder unter 14 werden nicht mitgezählt
  • Gastronomen müssen Kontaktdaten erheben
  • Abstände müssen in allen Bereichen gewährleistet sein
  • FFP2-Masken oder medizinische Masken sind Pflicht, am Tisch dürfen die Gäste diese abnehmen

Die Landesregierung rät dazu, vor dem Besuch der Außengastronomie Schnell- oder Selbsttests zu nutzen. Pflicht sind diese aber nicht. Alkoholische Getränke dürfen bis 21 Uhr ausgeschenkt werden. Ab 50 Gästen im gesamten Außenbereich (gleichzeitig) bedarf es der Anzeige des Hygienekonzeptes beim zuständigen Gesundheitsamt.

Modellprojekte

Diese können die Gesundheitsämter für Tourismus, Sport und Kultur zeitlich befristet und räumlich abgegrenzt zulassen, nachdem das zuständige Ministerium zugestimmt hat. Damit verbunden sind strenge Schutzmaßnahmen und Testkonzepte. Voraussetzung sind die Zustimmung des fachlich zuständigen Ministeriums und eine wissenschaftliche Begleitung.

Testmöglichkeiten

  • Beschäftigte in Kindertagesstätten sowie Kindertagespflegepersonen sollen zwei Mal pro Woche auf eine Covid-19-Infektion getestet werden
  • Bei Personen mit einem hinreichenden Impfschutz reicht die Testung ein Mal pro Woche aus

Alkoholverbot

Bereiche und Zeiten, in denen das Verbot in der Öffentlichkeit aufrechterhalten bleibt, werden künftig von den Gesundheitsämtern der Kreise und kreisfreien Städte festgelegt.

Maskenpflicht

Verstöße werden künftig auch ohne wiederholte Aufforderung durch eine Ordnungskraft als Ordnungswidrigkeiten behandelt. Wer aus medizinischen Gründen von der Maskenpflicht befreit ist, muss demnächst ein ärztliches Attest vorlegen. Dies soll zeitnah eingeführt werden. Betroffene sollten bei ihrem Arzt schon jetzt eine entsprechende Bescheinigung anfordern, rät die Regierung.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 09.04.2021 | 18:00 Uhr

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