Stand: 10.04.2020 05:00 Uhr

Mehr Corona-Kontrollen am Osterwochenende

Am langen Osterwochenende will die Polizei verhindern, dass viele Touristen nach Schleswig-Holstein reisen. Die Corona-Auflagen werden laut Landespolizei in den kommenden Tagen besonders genau kontrolliert. Einzelne Fahrradfahrer und Fußgänger stünden dabei aber nicht im polizeilichen Fokus. Landespolizeidirektor Michael Wilksen macht klar: "Unzulässige Gruppenausflüge und durch hohes Personenaufkommen bedingte Distanzunterschreitungen werden in Schleswig-Holstein aber – unabhängig vom Fortbewegungsmittel – konsequent unterbunden."

"Anlassbezogen, bürgerorientiert und mit Augenmaß"

Nach Polizeiangaben wird sich die Präsenz der Streifen auf die Naherholungsgebiete und touristisch interessanten Ziel in Schleswig-Holstein sowie die Übergänge zu den Inseln konzentrieren. Kontrollen an den Grenzen zu anderen Bundesländern sollen nicht durchgeführt werden, heißt es in einer Erklärung. Nach eigenen Angaben werden die Beamten anlassbezogen, bürgerorientiert und mit Augenmaß agieren. Auch die Regeln für die Inseln der Nord- und Ostsee bleiben bestehen. Die Polizeidirektion Flensburg kontrolliert daher weiterhin die Bahnhöfe und Fährhäfen an den nordfriesischen Inseln, die Polizeidirektion Lübeck hält die Kontrollstelle zur Insel Fehmarn weiter aufrecht. Ziel des polizeilichen Vorgehens sei es demnach, die Bestimmungen der Landesverordnung zur Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus zu überwachen und durchzusetzen. Verstöße sollen geahndet werden. Die Landesregierung hatte dazu bereits einen Bußgeldkatalog beschlossen.

Viele Küstenorte riegeln Parkplätze ab

Damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig ihren Osterspaziergang in den kommenden Tagen direkt an der Küste machen, sind auch an diesem Wochenende Parkplätze oder Zufahrtswege an einigen Küstenorten in Schleswig-Holstein gesperrt. Dabei gehen die Orte aber unterschiedlich vor. Gesperrt sind öffentliche Parkplätze beispielsweise im Kreis Dithmarschen wie der Ulitzhörn-Parkplatz an der NOK-Mündung in Brunsbüttel oder alle küstennahen Parkplätze in St. Peter-Ording. Im Kreis Plön dürfen strandnahe Zufahrtswege in einigen Küstenorten nicht befahren werden. Grömitz, im Kreis Ostholstein plant Einfahrtkontrollen, um Menschen die sich nicht im Ort aufhalten dürfen, gegebenfalls abzuweisen. Auch Straßensperrungen wollte die Stadt nicht ausschließen. Darauf verzichtet Scharbeutz. Die Stadt fürchtet, dass dann zu viele Menschen in Wohngegenden oder Seitenstraßen parken. Generell gilt: die Strände sind nicht gesperrt - dennoch appellieren viele Gemeindevertreter an die Vernunft der Menschen, nicht alle gleichzeitig an den Strand zum Osterspaziergang zu kommen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 10.04.2020 | 08:00 Uhr

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