Bildungsministerin Karin Prien (CDU) spricht während einer Pressekonferenz. © dpa-Bildfunk Foto: Frank Molter

Prien: Lernsommer wird 2021 fortgesetzt

Stand: 06.05.2021 14:46 Uhr

Bildungsministerin Prien setzt auch 2021 auf einen sogenannten Lernsommer in den Sommerferien, um Unterrichtsinhalte aufzuholen und zu vertiefen. Bei den Corona-Selbsttests zog Prien eine positive Zwischenbilanz.

Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hat am Donnerstag im Bildungsausschuss des Landtags ihre Pläne für einen erneuten sogenannten Lernsommer in den Sommerferien 2021 vorgestellt. Das Lernen selbst gestalte sich oftmals schwierig, "weil nicht alle Kinder zu Hause so lernen konnten, wie sie es gebraucht hätten. Deshalb planen wir auch für diese Sommerferien zahlreiche kostenlose Förderangebote", sagte Prien. Mit dem Programm "Lernchancen.SH" sollen vor allem lernschwache Schülerinnen und Schüler angesprochen werden und diejenigen, die im Schuljahr 2021/22 am Übergang auf eine andere Schule stehen oder die Schule abschließen werden.

Prien: Distanzunterricht hat massive Auswirkungen

Bildungsministerin Prien betonte, alle seien sich darüber im Klaren, dass der Wegfall des Präsenzunterrichts durch die Pandemie massive Auswirkungen für die Schüler habe, sowohl, was Lernrückstände, aber auch was psychosoziale Folgen angehe. Über das Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen (IQSH) sollen die Schulen die Möglichkeit haben, einen Lernsommer zu organisieren. SPD-Bildungspolitiker Kai Vogel befürchtet, es könnte für die Schulen sehr knapp werden mit der Vorbereitung. Schulleitungen seien bisher noch nicht ausreichend informiert, so Vogel. Prien hingegen betonte im Ausschuss, die Schulen sollten noch am Donnerstag über entsprechende Angebote informiert werden.

Teilnahme kostenfrei und freiwillig - aber verbindlich

Das Land will den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bis zu 25 Stunden in den letzten beiden Sommerferienwochen anbieten - kostenfrei und freiwillig. Es ist jedoch eine verbindliche Anmeldung erforderlich. Das Hauptaugenmerk liegt auf den Kernfächern Mathematik, Deutsch und Englisch, es gibt aber auch Angebote in den Bereichen Sport, Musik und Kultur sowie Stärkung der persönlichen und sozialen Kompetenzen.

Förderangebote ab kommender Woche online

Die Förderangebote werden von externen Partnern durchgeführt. Ab der kommenden Woche sollen sie nach und nach auf der Internetplattform Zukunftskompass.sh eingestellt werden. Bis zum Ende des Jahres stehen dem Land 1,8 Millionen Euro zur Verfügung. Eingesetzt werden sollen sie beispielsweise für Hausaufgabenhilfe, Prüfungsvorbereitung oder das Aufholen und Vertiefen von Fachinhalten. Laut Prien würden diese Mittel durch das "Aktionsprogramm Aufholen" des Bundes - alleine sechs Millionen Euro für private Nachhilfeangebote - und dem Bundesprogramm "Kultur stark machen" ergänzt.

147 positive Schnelltests an den Schulen im Land

Außerdem bewertete Bildungsministerin Karin Prien die Lage an den Schulen im Land als gut. Diese seien nach den Osterferien erfolgreich gestartet. Die Corona-Selbst-Testungen an den Schulen würden gut klappen. Auch wenn diese für alle Beteiligten mit großem Aufwand verbunden seien, so die Ministerin. Insgesamt wurden laut Prien in der vergangenen Woche 330.000 Selbsttests in den Schulen durchgeführt, sowie 6.600 sonstige Testergebnisse und 22.000 Selbstauskünfte über zu Hause durchgeführte Tests vorgelegt. 147 Schnelltests seien positiv gewesen, so Prien. In Kiel und im Kreis Segeberg habe es in der vergangenen Woche die meisten positiven Schnelltestergebnisse an den Schulen gegeben.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 06.05.2021 | 12:00 Uhr

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