Eine Person steckt einen Tupfer mit einem Rachenabstrich in ein Teströhrchen. © picture alliance Foto: Hendrik Schmidt

Höchststand: 313 neue Corona-Infektionen in SH gemeldet

Stand: 31.10.2020 11:05 Uhr

Jeden Tag veröffentlicht das Land Schleswig-Holstein neue Zahlen zur Corona-Pandemie. Infizierte, Verstorbene, Genesene - eine aktuelle Übersicht der wichtigsten Daten zum Coronavirus.

Seit Ausbruch der Pandemie wurden laut der Landesmeldestelle, dem Institut für Infektionsmedizin der Universität Kiel, insgesamt 8.027 bestätigte Corona-Fälle (Datenstand 30.10., 20 Uhr) in Schleswig-Holstein gemeldet. Davon sind nach Schätzung des Robert-Koch Instituts (RKI) 5.400 Menschen genesen. Im Vergleich zum Vortag gibt es 313 Sars-CoV-2-Infektionen mehr. Einen so hohen Anstieg gab es seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein noch nicht - und damit ist das Land insgesamt zum ersten Mal über den kritischen Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern gekommen.

79 Menschen im Krankenhaus

79 Menschen werden aktuell laut Gesundheitsministerium im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in einem Krankenhaus behandelt - zwei weniger als einen Tag zuvor. Am 5. April hatte diese Zahl mit 162 Klinik-Patienten ihren bisherigen Höchststand in Schleswig-Holstein erreicht.

Aktuelle Informationen
Eine Karte von Schleswig-Holstein vor einer 3D Animation eines Corona-Vrius. © Colourbox Foto: Hannu Viitanen

Übersicht der Coronavirus-Infektionen in SH

Wie viele Infektionen aus den kreisfreien Städten und Kreise in Schleswig-Holstein gemeldet wurden - Tabellen und Grafiken. mehr

Bislang wurden 175 Todesfälle im Zusammenhang mit der Viruserkrankung gemeldet - einer mehr als einen Tag zuvor. Zusätzlich zu den Zahlen für ganz Schleswig-Holstein sind auf der Homepage des Instituts für Infektionsmedizin auch Zahlen für die einzelnen Kreise und kreisfreien Städte einzusehen. Die meisten Corona-Fälle sind demnach im Kreis Pinneberg (1.364), die wenigsten in Flensburg (213) aufgetreten.

Mehrere Regionen über Grenzwert

Noch gilt die Mitte Oktober bei einem Bund-Länder-Treffen vereinbarte Hotspot-Strategie: Sollte es in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt innerhalb von sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner geben, müssen für diesen Bereich neue Einschränkungen erlassen werden, wenn sich die Ansteckungen nicht klar einem genauen Ort zuordnen lassen (Altersheim, Unterkünfte, etc.). Erste, leichtere Regel-Verschärfungen sollen greifen, wenn es mehr als 35 Infektionen pro 100.000 in einer Woche gab.

Inzwischen musste die Mehrheit der Kreise und kreisfreien Städte in Schleswig-Holstein mit Verschärfungen reagieren. Ab kommenden Montag (2.11.) gelten dann bundesweit die am Mittwoch von der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten beschlossenen Corona-Regeln.

Was diese Zahlen aussagen - und was nicht

Die Statistik der Landesregierung zeigt, wie viele bestätigte Corona-Fälle den Behörden im Land bekannt sind und auf dem vorgesehenen Weg gemeldet wurden. Was die Statistik nicht eindeutig und schon gar nicht auf den aktuellen Tag genau zeigen kann, ist die Geschwindigkeit, mit der sich das Virus ausbreitet. Denn die Zahl der neu positiv getesteten Menschen enthält in der Regel auch nachgemeldete Fälle aus mehreren Tagen. Gerade rund um Wochenenden und Feiertage kommt es zu Verzögerungen in der Meldekette.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 31.10.2020 | 11:00 Uhr

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