Ein Mitarbeiter der Johanniter hält ein Teststäbchen in den Händen. © dpa-Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte

Höchststand: 278 neue Corona-Infektionen in SH

Stand: 28.10.2020 10:33 Uhr

Jeden Tag veröffentlicht das Land Schleswig-Holstein neue Zahlen zur Corona-Pandemie. Infizierte, Verstorbene, Genesene - eine aktuelle Übersicht der wichtigsten Daten zum Coronavirus.

Seit Ausbruch der Pandemie wurden laut der Landesmeldestelle, dem Institut für Infektionsmedizin der Universität Kiel, insgesamt 7.219 bestätigte Corona-Fälle (Datenstand 27.10.) in Schleswig-Holstein gemeldet. Davon sind nach Schätzung des Robert-Koch Instituts (RKI) 5.400 Menschen genesen. Im Vergleich zum Vortag gibt es 278 Sars-CoV-2-Infektionen mehr. Einen so hohen Anstieg gab es seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein noch nicht.

Die folgende Tabelle zeigt, wie viele Corona-Fälle aus den Kreisen und kreisfreien Städten insgesamt an die Landesmeldestelle gemeldet wurden - seit Beginn der Pandemie (Spalte "Fälle"). Diese Werte werden einmal täglich veröffentlicht. Die Spalte "+/-" zeigt die Veränderung dieses Wertes im Vergleich zum Vortag. Die Inzidenz gibt an, wie viele Fälle pro 100.000 Einwohner laut dieser Statistik insgesamt bisher gemeldet wurden. Aufgrund von Nachmeldungen und Verzögerungen im Meldeweg können die Angaben der Kreise bzw. des RKI abweichen.

66 Menschen im Krankenhaus

66 Menschen werden aktuell laut Gesundheitsministerium im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in einem Krankenhaus behandelt. Am 5. April hatte diese Zahl mit 162 Klinik-Patienten ihren bisherigen Höchststand in Schleswig-Holstein erreicht.

Bislang wurden 167 Todesfälle im Zusammenhang mit der Viruserkrankung gemeldet. Zusätzlich zu den Zahlen für ganz Schleswig-Holstein sind auf der Homepage des Instituts für Infektionsmedizin auch Zahlen für die einzelnen Kreise und kreisfreien Städte einzusehen. Die meisten Corona-Fälle sind demnach im Kreis Pinneberg (1.241), die wenigsten in Flensburg (192) aufgetreten.

Mehrere Regionen über Grenzwert

Beim Bund-Länder-Treffen Mitte Oktober ist eine sogenannte Hotspot-Strategie beschlossen worden: Sollte es in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt innerhalb von sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner geben, müssen für diesen Bereich neue Einschränkungen erlassen werden, wenn sich die Ansteckungen nicht klar einem genauen Ort zuordnen lassen (Altersheim, Unterkünfte, etc.). Erste, leichtere Regel-Verschärfungen sollen greifen, wenn es mehr als 35 Infektionen pro 100.000 in einer Woche gab.

Inzwischen musste die Mehrheit der Kreise und kreisfreien Städte in Schleswig-Holstein mit Verschärfungen reagieren. Ab kommenden Sonnabend gilt landesweit das Regelwerk für 50er-Inzidenzen.

Was diese Zahlen aussagen - und was nicht

Die Statistik der Landesregierung zeigt, wie viele bestätigte Corona-Fälle den Behörden im Land bekannt sind und auf dem vorgesehenen Weg gemeldet wurden. Was die Statistik nicht eindeutig und schon gar nicht auf den aktuellen Tag genau zeigen kann, ist die Geschwindigkeit, mit der sich das Virus ausbreitet. Denn die Zahl der neu positiv getesteten Menschen enthält in der Regel auch nachgemeldete Fälle aus mehreren Tagen. Gerade rund um Wochenenden und Feiertage kommt es zu Verzögerungen in der Meldekette.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 28.10.2020 | 10:00 Uhr

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