Stand: 20.07.2020 12:01 Uhr

Corona macht Helgoland zum neuen Zuhause für Forscher

Sechs Stipendiaten des Alfred-Wegener-Instituts für Meeres- und Polarforschung sitzen wegen der Corona-Pandemie auf Helgoland fest - und können nicht zurück nach Hause in ihre Heimat, obwohl ihre Projekte eigentlich abgeschlossen sind. Einer von ihnen ist der Kenianer Gabriel Akoko. Eigentlich war auch sein Forschungsvorhaben schon beendet. Jetzt gab es nochmal eine Verlängerung bis August. Akoko forscht, wie sich Lärm auf Plankton auswirkt. Die Gruppe auf Helgoland hat sich zu einer Ersatzfamilie für Akoko entwickelt, die Insel zur zweiten Heimat.

Flug schon mehrere Male gestrichen

Die Grenze nach Kenia sind noch geschlossen. Die Zahl der Infizierten in Kenia steigt kontinuierlich an - auf inzwischen mehr als 11.000. "Das Visum galt eigentlich nur bis zum 31. Juli. Aber wegen der Umstände durch Corona und weil ich einfach nicht weiß, wann ich Deutschland wieder verlassen kann, wurde es verlängert bis zum 18. Dezember", erzählt Akoko. Sein Flug wurde schon drei Mal gestrichen und niemand weiß, wann die Rückreise möglich ist. Trotzdem plant er, am 5. August nach Hause zu fliegen. Den Flug hat er gebucht - ob es klappt, weiß er nicht.

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Schleswig-Holstein Magazin | 19.07.2020 | 19:30 Uhr

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