Schülerinnen sitzen in einem Klassenzimmer. © Gregor Fischer/dpa Foto: Gregor Fischer

Corona in SH: So geht es an den Schulen weiter

Stand: 11.02.2021 13:47 Uhr

Grundschüler sollen in Schleswig-Holstein ab dem 22. Februar wieder in der Schule lernen. Das Bildungsministerin hat dazu am Donnerstag die wichtigsten Änderungen mitgeteilt.

Seit Mitte Dezember sind die Schulen in Schleswig-Holstein wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Lediglich Schüler der Abschlussklassen dürfen seitdem die Gebäude betreten, außerdem gibt es eine Notbetreuung. Für die meisten der rund 300.000 Schüler im Land aber gilt seitdem: Schule zu Hause, Videounterricht, Distanzlernen. Am Mittwochabend hatte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) verkündet, dass es für die Grundschüler vom 22. Februar an Regelunterricht geben soll. Zugleich gehen die Kitas vom Notbetrieb in den Regelbetrieb über.

Bildungsministerin Karin Prien (CDU) sprach am Donnerstag von einem guten Signal, das endlich eine Perspektive eröffne. "Die vergangenen Wochen und Monate haben von Kindern und Jugendlichen sowie von Eltern und Erziehungsberechtigten ein hohes Maß an Geduld und Disziplin gefordert und sie haben viel Kraft gekostet", sagte Prien. Ihr Ministerium teilte in einem Schreiben an die Schulen mit, wie die weiteren Schritte zur vorsichtigen Öffnung im Detail aussehen.

Schritte zur Schulöffnung im Detail

  • Ab dem 22. Februar kehren die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 4 wieder in den Präsenzunterricht unter Corona-Bedingungen in die Schulen zurück.
  • Der Präsenzunterricht unter Corona-Bedingungen an den Grundschulen wird sich zunächst auf die Vermittlung der Kernkompetenzen, Lesen, Schreiben, Rechnen sowie auf das soziale Lernen und Miteinander konzentrieren.
  • Der Ganztag kann unter Beachtung der geltenden Hygienevorschriften wieder angeboten werden.
  • Für die Jahrgangsstufen 5 bis 13 an den weiterführenden Schulen bleibt es bis zum 7. März beim Distanzlernen.
  • Für die Jahrgangsstufen 5 und 6 wird Notbetreuung angeboten.
  • Für die Abschlussklassen werden die Präsenzangebote fortgesetzt.

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In den Kreisen und kreisfreien Städten, in denen die Sieben-Tage Inzidenz über 100 liegt, wird es keine automatische Öffnung für die Grundschulen geben. Nach Angaben des Ministeriums wird dort in einer gesonderten Lagebewertung gemeinsam mit den lokalen Gesundheitsämtern am Montag (15. Februar) über die Verlängerung der Notbetreuung - zunächst um eine Woche - entschieden werden. Eine solche Lagebeurteilung und mögliche Verschiebung der Öffnungen könnte nach jetzigem Stand die kreisfreien Städte Flensburg und Lübeck sowie die Kreise Pinneberg und Herzogtum Lauenburg betreffen.

Regelmäßige Tests für Lehrkräfte geplant

"Diese ersten Schritte können wir nur mit allergrößter Vorsicht und unter strenger Beachtung der Hygienevorschriften gehen", erklärte Prien und fügte an: Der Schnupfen- und der Hygieneplan würden den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen angepasst und den Schulen zur Verfügung gestellt.

Für Lehrkräfte und andere Beschäftigte an Schulen soll eine Möglichkeit für regelmäßige Tests angeboten werden. Dazu würden die Schulen nach Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium kurzfristig informiert.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 11.02.2021 | 14:00 Uhr

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