Ein Schild weist auf eine wegen Corona gesperrte Sportanlage hin. © IMAGO / Marcel Lorenz

Sieben Modellprojekte sollen Sport möglich machen

Stand: 13.04.2021 13:08 Uhr

27 Kommunen und Sportvereine hatten sich insgesamt für die Modellversuche in der Corona-Pandemie beworben. Die sieben Zusagen des Innenministeriums gingen nach Flensburg, Itzehoe, Eckernförde, Dithmarschen, Kiel.

Wie schon bei den Tourismus-Modellprojekten war die Zahl der Bewerber hoch, die Auswahl der endgültigen Kandidaten dann verhältnismäßig gering. Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) begründete die Zusage für die jeweiligen Bewerber am Dienstag damit, dass sich die ausgewählten Projekte eng an den Vorgaben des sogenannten Interessenbekundungsverfahrens und den darin genannten Bedingungen orientiert hätten. "Sie beinhalten unter anderem ein umfangreiches Testsystem, ein Kontrollsystem, Abbruchkriterien und werden wissenschaftlich ausgewertet", so Sütterlin-Waack. Sie freue sich besonders, dass die sieben Projekte sehr unterschiedliche Sportarten und Altersgruppen umfassen.

Viele Sportarten in Flensburg, Basketball und Rudern in Itzehoe

Nach Angaben des Innenministeriums ging eine Zusage an den Sportverband Flensburg. So können zum Beispiel beim TSB Flensburg Modellprojekte in allen Sportarten starten, wenn auch nicht in jeder Sparte in vollem Umfang. Wie Lockerungen der bestehenden Corona-Regeln im Fußballbereich funktionieren können, soll beim Eckernförder Sportverein mit drei Fußballteams getestet werden.

Zu den ausgewählten Modellprojekten gehören außerdem das weibliche U16 Basketball-Team der Itzehoe Eagles sowie der Itzehoer Ruderclub. Die Mehrsparten-Projekte von Kieler Männerturnverein (KMTV) und Kieler Turnerbund (KTB) haben ebenfalls eine Zusage bekommen. Dabei geht es laut Sütterlin-Waack um Projekte für alle Altersgruppen, von Kindern bis Senioren.

Beispiel Dithmarschen: Eigene Schnelltests, klare Abbruchkriterien

Die Innenministerin machte mit Hilfe eines Bewerbers beispielhaft klar, wie die Modellprojekte ablaufen sollen: "Eine der vielen guten Bewerbungen kam aus dem Kreis Dithmarschen vom SSV Hennstedt mit seiner Herren-Fußballsparte. Der Verein hat an alles gedacht." So werde der Verein eigene Schnelltests besorgen, eine IT-gestützte Kontaktnachverfolgung auf die Beine stellen und deutliche Abbruchkriterien nennen.

Die Modellprojekte werden vom Innenministerium begleitet und von den jeweiligen Gesundheitsämtern überwacht. Die wissenschaftliche Auswertung übernimmt dabei die Christian-Albrechts-Universität. "Ich bin überzeugt davon, dass wir durch diese Projekte für den Sport wichtige Erkenntnisse sammeln werden. Wir wollen Sport möglich machen und brauchen dafür tragfähige und funktionierende Konzepte", meint Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack.

Tourismus-Modellprojekte haben schon mit der Arbeit begonnen

Bereits vergangenen Freitag durften sich vier Regionen über den Zuschlag als Modellregion im Bereich Tourismus freuen: Der Kreis Nordfriesland mit seiner Ferieninsel Sylt, der Dithmarscher Urlaubsort Büsum, die Schleiregion samt Eckernförde sowie die innere Lübecker Bucht. Sie sind für die kommenden Monate Tourismus-Modellregionen in Schleswig-Holstein. Die Modellregionen können mit ihren Konzepten ab dem 19. April starten, Eckernförde will genau das auch machen. Der Kreis Nordfriesland plant den Start erst ab dem 1. Mai. Sie sind zunächst auf vier Wochen befristet - mit der Möglichkeit der Verlängerung.

Sieben Projekte aus dem Sport-Bereich

Zugleich hatte Kulturministerin Karin Prien (CDU) bekannt gegeben, welche 13 Modellprojekt im Bereich Kultur Modellprojekt werden. Ausgewählte Theater, Kulturzentren, eine Volkshochschule sowie ein Kino dürfen trotz Pandemie öffnen - in Rendsburg, Kiel, Lübeck, Flensburg, Reinbek, Laboe, Lütjenburg und Brunsbüttel. Beworben hatten sich 40 Einrichtungen.

Bund und Länder hatten sich im März darauf verständigt, in Modellprojekten zu testen, wie Lockerungen für den Tourismus und den Kulturbetrieb möglich sein könnten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 13.04.2021 | 14:00 Uhr

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