In Bewegungsunschärfe aufgenomme Szene in der Menschen eine Straße überqueren. © picture alliance Foto: Hauke-Christian Dittrich

Corona in SH: Kreis Segeberg überschreitet 100er-Inzidenz

Stand: 18.03.2021 07:46 Uhr

In Schleswig-Holstein haben die Gesundheitsämter am Mittwoch (17.3.) 338 Corona-Neuinfektionen an das Land gemeldet. Der Kreis Segeberg hat die 100er-Inzidenz überschritten.

Landesweit stieg die Sieben-Tage-Inzidenz auf 56,2. Sie ist aber im bundesweiten Vergleich - zusammen mit dem Saarland - weiterhin am niedrigsten. Für Deutschland lag der Wert am Mittwochabend bei 86. Die Zahl der Menschen in Schleswig-Holstein, die sich seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Virus angesteckt haben, erhöhte sich auf 46.094. Etwa 41.500 Schleswig-Holsteiner gelten nach einer Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen. Laut der aktuellen Statistik der Landesmeldestelle gab es im Zusammenhang mit der Viruserkrankung Covid-19 bisher 1.394 Todesfälle, zwei mehr als am Vortag.

Corona: Infektionen nach Kreisen in SH

218 Corona-Patienten in Kliniken

Aktuell werden in den Krankenhäusern im Land 218 Menschen behandelt, die positiv auf Corona getestet wurden. Das sind sieben mehr als am Vortag. 51 der Covid-Patienten befinden sich in Intensivtherapie (-3), 35 Patienten müssen beatmet werden (+/-0).

Kreis Segeberg überschreitet 100er-Inzidenz

Im Kreis Segeberg ist die Corona-Wocheninzidenz nach Berechnung der Landesmeldestelle zurzeit am höchsten (105,3), gefolgt von der kreisfreien Stadt Neumünster (84,8) und dem Kreis Herzogtum Lauenburg (80,8). Der Kreis Segeberg ist bislang die einzige Region im nördlichsten Bundesland, die die 100er-Inzidenz überschreitet. Sie gehört zu den Kreisen und kreisfreien Städten, für die Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Mittwoch unter anderem die Rückkehr zum Termin-Shopping ankündigte.

Verschärfungen? Kreis ist bereits in Absprachen

Nach dem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz vom 3. März müssen mögliche Lockerungen nach Beratungen zwischen Land und Kreis zurückgenommen werden, wenn in einer Region die 7-Tage-Inzidenz drei Tage lang über 100 liegt - im Kreis Segeberg ist es nun der erste Tag. Abstimmungen mit dem Land fänden bereits statt, sagte ein Kreissprecher. Ob und wann Verschärfungen kommen werden, stehe noch nicht fest.

Die niedrigsten Inzidenzen in Schleswig-Holstein haben die Kreise Plön (25,6) und Rendsburg-Eckernförde (31,4).

Impfungen gegen das Coronavirus

Seit dem 27. Dezember 2020 werden Menschen in Schleswig-Holstein gegen das Coronavirus geimpft. Die Impfquote zeigt an, wie viel Prozent der Bevölkerung bereits die erste von derzeit zwei nötigen Impfungen erhalten hat.

Die folgende Karte zeigt die Auslastung der Intensivstationen in Schleswig-Holstein - zusammengefasst auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte. Wenn Sie eine Region auswählen (berühren oder anklicken), erfahren Sie, wie hoch die Auslastung dort exakt ist und erhalten die Information, wie viele Corona-Patienten auf Intensivstation behandelt werden und wie viele beatmet werden. Der Stand des Datums in der Tabelle ist zu beachten. Aufgrund von Verzögerungen im Meldeweg können die Angaben der Kliniken bzw. des DIVI-Intensivregisters abweichen.

Neue Maßnahmen seit 8. März

Am 8. März ist in Schleswig-Holstein eine veränderte Corona-Bekämpfungsverordnung in Kraft getreten. Sie gilt bis zum 28. März 2021 und besagt, dass unter anderem der Einzelhandel wieder öffnen darf. Allerdings hat die Landesregierung am Mittwoch über die weiteren Schritte in der Corona-Pandemie beraten und entschieden, dass es nun abhängig von der Wochen-Inzidenz Einschränkungen für den Einzelhandel geben soll.

Entwicklung der Corona-Fallzahlen in Schleswig-Holstein

Risikogebiet ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner

Das Infektionsgeschehen ist in den Kreisen und kreisfreien Städten in Schleswig-Holstein sehr unterschiedlich. Als Risikogebiet gilt ein Kreis oder eine kreisfreie Stadt, wenn die Schwelle von 50 neu gemeldeten Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten ist. Dieser Wert ist sehr dynamisch und kann sich jeden Tag mit den neuen Informationen über gemeldete Infektionen ändern.

Auf der folgenden Karte können Sie das Infektionsgeschehen der Landkreise in den fünf norddeutschen Ländern betrachten. Die Zahlen basieren auf den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI). Sie sind am Vortag des jeweils angegebenen Datums an das RKI übermittelt worden. Damit sind sie die jüngsten vergleichbaren Werte, auf die wir automatisiert zugreifen können. Sie sind nicht so aktuell, wie die Zahlen, die die Kreise auf ihren Seiten veröffentlichen. Die Angaben können also leicht voneinander abweichen. Der NDR verwendet außerdem die Zahlen nach Berichtsdatum, also dem Moment, in dem sie dem RKI vorliegen. Um die Werte in den Kreisen zu sehen, fahren Sie mit der Maus über die Landkreise (Desktop) oder tippen Sie auf den entsprechenden Kreis (Smartphone und Tablet):

Was diese Zahlen aussagen - und was nicht

Die Statistik der Landesregierung zeigt, wie viele bestätigte Corona-Infektionen den Behörden im Land bekannt sind und auf dem vorgesehenen Weg gemeldet wurden. Was die Statistik nicht eindeutig und schon gar nicht auf den aktuellen Tag genau zeigen kann, ist die Geschwindigkeit, mit der sich das Virus ausbreitet. Denn die Zahl der neu positiv getesteten Menschen enthält in der Regel auch nachgemeldete Fälle aus mehreren Tagen. Gerade rund um Wochenenden und Feiertage kommt es zu Verzögerungen in der Meldekette.

Regionale Corona-Daten zum Infektionsgeschehen

Einige Verwaltungen veröffentlichen eine regionale Auswertung der Corona-Zahlen, allerdings meist nicht tagesaktuell. Eine Auswahl:

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 18.03.2021 | 08:00 Uhr

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