Eine Person steckt ein Abstrichstäbchen in eine Coronavirus-Testprobe. © picture alliance Foto: Frank Hoermann

Corona in SH: 335 Neuinfektionen gemeldet

Stand: 11.02.2021 06:28 Uhr

In Schleswig-Holstein haben die Gesundheitsämter am Mittwoch (10.2.) 335 Corona-Neuinfektionen an das Land gemeldet. Die Zahl der Menschen, die sich seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Virus infizierten, steigt damit auf 38.765.

Etwa 32.800 Schleswig-Holsteiner gelten nach einer Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen. Laut der aktuellen Statistik der Landesmeldestelle gab es im Zusammenhang mit der Viruserkrankung Covid-19 bisher 1.083 Todesfälle - 21 mehr als am Vortag. Die Sieben-Tage-Inzidenz für Schleswig-Holstein beträgt nach diesen Daten 60,2 (Vortag: 60,4).

420 Corona-Patienten in Krankenhäusern

Aktuell werden in den Krankenhäusern im Land 420 Menschen behandelt, die positiv auf Corona getestet wurden - das sind 27 weniger als am Vortag. 84 der Covid-Patienten befinden sich in Intensivtherapie (-2), 55 Patienten müssen beatmet werden (+3).

Impfungen gegen das Coronavirus

Seit dem 27. Dezember 2020 werden Menschen in Schleswig-Holstein gegen das Coronavirus geimpft. Die Impfquote zeigt an, wie viel Prozent der Bevölkerung bereits die erste von derzeit zwei nötigen Impfungen erhalten hat.

Drei Regionen über der 100er-Inzidenz

In Flensburg ist die Corona-Wocheninzidenz am höchsten (113,1) - gefolgt von Lübeck (111,3) und dem Kreis Pinneberg (108,2). Nirgendwo in Schleswig-Holstein ist momentan der Schwellenwert von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. Die niedrigsten Inzidenzen haben die Kreise Plön (22,5) und Dithmarschen (14,3).

Flensburg hat die Quarantäne-Regeln verschärft. Grund: die hochansteckende Mutation B 1.1.7., die in Flensburg nachgewiesen wurde. Die Corona-Mutation, die zum ersten Mal in Großbritannien nachgewiesen wurde, verbreitet sich offenbar rasant in Flensburg. Für die Flensburger bedeutet das: Unter Umständen müssen nicht nur Personen, die direkten Kontakt zu einem Infizierten hatten in Quarantäne. Das entscheidet die Stadt aber im Einzelfall. Im Kreis Pinneberg sind die Zahlen wieder runtergegangen. Nachdem dort wegen einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 200 Fällen pro 100.000 Einwohnern die Corona-Regeln verschärft wurden, wurden die jetzt wieder gelockert. Das Einkaufen ist also nicht mehr auf nur eine Person pro Haushalt beschränkt, Essen und Getränke können bei Gastro-Betrieben wieder jederzeit abgeholt werden und die Naherholungsgebiete Himmelmoor, Holmer Sandberge und Hetlinger Schanze dürfen wieder aus touristischen Gründen betreten werden.

Die folgende Karte zeigt die Auslastung der Intensivstationen in Schleswig-Holstein - zusammengefasst auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte. Wenn Sie eine Region auswählen (berühren oder anklicken), erfahren Sie, wie hoch die Auslastung dort exakt ist und erhalten die Information, wie viele Corona-Patienten auf Intensivstation behandelt werden und wie viele beatmet werden. Der Stand des Datums in der Tabelle ist zu beachten. Aufgrund von Verzögerungen im Meldeweg können die Angaben der Kliniken bzw. des DIVI-Intensivregisters abweichen.

Entwicklung der Corona-Fallzahlen in Schleswig-Holstein

Risikogebiet ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner

Das Infektionsgeschehen ist in den Kreisen und kreisfreien Städten in Schleswig-Holstein sehr unterschiedlich. Als Risikogebiet gilt ein Kreis oder eine kreisfreie Stadt, wenn die Schwelle von 50 neu gemeldeten Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten ist. Überschreitet der Wert die Marken von 200, sollen weitere Einschränkungen angeordnet werden. Dieser Wert ist sehr dynamisch und kann sich jeden Tag mit den neuen Informationen über gemeldete Infektionen ändern.

Auf der folgenden Karte können Sie das Infektionsgeschehen der Landkreise in den fünf norddeutschen Ländern betrachten. Die Zahlen basieren auf den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI). Sie sind am Vortag des jeweils angegebenen Datums ans RKI übermittelt worden. Damit sind sie die jüngsten vergleichbaren Werte, auf die wir automatisiert zugreifen können. Sie sind nicht so aktuell, wie die Zahlen, die die Kreise auf ihren Seiten veröffentlichen. Die Angaben können also leicht voneinander abweichen. Um die Werte in den Kreisen zu sehen, fahren Sie mit der Maus über die Landkreise (Desktop) oder tippen Sie auf den entsprechenden Kreis (Smartphone und Tablet):

Was diese Zahlen aussagen - und was nicht

Die Statistik der Landesregierung zeigt, wie viele bestätigte Corona-Infektionen den Behörden im Land bekannt sind und auf dem vorgesehenen Weg gemeldet wurden. Was die Statistik nicht eindeutig und schon gar nicht auf den aktuellen Tag genau zeigen kann, ist die Geschwindigkeit, mit der sich das Virus ausbreitet. Denn die Zahl der neu positiv getesteten Menschen enthält in der Regel auch nachgemeldete Fälle aus mehreren Tagen. Gerade rund um Wochenenden und Feiertage kommt es zu Verzögerungen in der Meldekette.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 11.02.2021 | 08:00 Uhr

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