Corona-Lockerungen: Mehr möglich bei Festen und Veranstaltungen

Stand: 27.05.2021 12:52 Uhr

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat weitgehende Öffnungsschritte angekündigt. Von Montag an (31.5.) ist vor allem bei Veranstaltungen wieder viel mehr möglich.

Es darf wieder in einem etwas größeren Rahmen gefeiert werden. In der Mitteilung der Landesregierung heißt es, dass Veranstaltungen mit Gruppenaktivität und ohne feste Sitzplätze - und darunter fallen zum Beispiel Feste oder Empfänge - unter Auflagen wieder stattfinden dürfen. Außerdem soll die Sperrstunde entfallen: Damit müssen Restaurants nicht mehr um 23 Uhr schließen. 25 Personen sind maximal drinnen erlaubt - draußen sind es 50. Voraussetzung: Die Teilnehmer sind geimpft, genesen oder verfügen über einen Test, der nicht älter als 24 Stunden ist (dies gilt nur für den Innen-, nicht für den Außenbereich). Bei privaten Veranstaltungen werden geimpfte oder genesene Personen nicht mitgezählt.

Märkte, Kinos, Theater, Konzerte: Auch hier geht mehr

Auch Flohmärkte oder Messen sind im Innenbereich wieder möglich. - unter Auflagen mit bis zu 125 Personen. 250 sind im Außenbereich zugelassen. Im Kulturbereich ist wieder etliches möglich. Bei Veranstaltungen mit Sitzungscharakter - und das betrifft zum Beispiel Theater, Kino oder Konzerte - sind ab Montag 125 Personen im Innenbereich zugelassen. Hier gilt eine Testpflicht. Draußen ist die Zahl auf 250 Personen beschränkt. "Freizeitparks unterliegen künftig keiner Testpflicht mehr", sagte Günther. Auch für Museen und Ausstellungen brauchen die Besucher von Montag an keinen negativen Corona-Test.

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Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, auf einer Pressekonferenz. © NDR
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Ab Mitte Juni sind Schulabschlussfeiern erlaubt

Zurück zu den Aktivitäten ohne festen Sitzungscharakter: Hier will die Landesregierung die zugelassenen Personen ab dem 14. Juni erhöhen. Dann dürfen drinnen unter Auflagen 125 Menschen zusammenkommen, draußen 250. "Und das bedeutet, dass beispielsweise Schulabschlussfeiern möglich sein werden", sagte Günther. Er sprach damit auch anstehende Abi-Parties an. "Ich glaube, das ist eine wichtige Botschaft für viele Schülerinnen und Schüler im Land, die viele Einschränkungen über lange Zeit gehabt haben."

Weitreichende Perspektiven im Stufenplan

Der Stufenplan im Veranstaltungsbereich setzt klar fest, was wann wieder erlaubt ist. "Ende Juli haben wir festgelegt im Stufenplan, dass beispielsweise Konzerte im Innenbereich wieder mit 1.250 Personen möglich sind." Im Außenbereich sind dann 2.500 Besucher zugelassen. Es gilt im Inneren laut Günther immer eine Kapazitätsbegrenzung von 50 Prozent. "Das heißt, es können nicht alle Plätze besetzt werden." Auch Jahrmärkte werden wieder erlaubt - immer mit ansteigender Zahl im Stufenkonzept.

Ab dem 2. August gibt es eine weitere Öffnungsstufe im Plan, einige Wochen später dann die vorerst letzte: "Ab dem 30. August entfallen in vielen Bereichen auch generell die Größenordnungen, wie viele Besucherinnen und Besucher im Maximalfall möglich sind."

Prien: Niedrigschwelliger Zugang zu Kultur

"Endlich erhält die Kultur wieder im ganzen Land eine Bühne. Die Öffnungsschritte für die Kultur und die außerschulischen Bildungseinrichtungen werden wir als Bereicherung erleben", sagte Kulturministerin Karin Prien (CDU) am Donnerstag. Sie betonte: "Wir schaffen die richtigen Rahmenbedingungen, um allen Menschen im Land wieder einen niedrigschwelligen Zugang zu Kultur und außerschulischen Bildungsangeboten zu ermöglichen."

SHMF-Intendant Kuhnt "total euphorisch"

Christian Kuhnt, Intendant des Schleswig-Holstein Musikfestivals, zeigte sich erfreut über die Lockerungsschritte. "Wir sind ganz ganz glücklich, dass wir hier im Land Gehör finden. Das betrifft ja nicht nur die JazzBaltica und das Schleswig-Holstein Musikfestival, sondern hat Auswirkungen auf die Eutiner Festspiele, auf Wacken. Wir sind total glücklich, euphorisch", sagte er NDR Schleswig-Holstein. Aber man wisse, dass die Dinge mit Vorsicht angegangen werden müssten. "Denn wie genau das Infektionsgeschehen dann im Sommer sein wird, das kann im Moment noch keiner sagen."

Die Karl-May-Spiele bleiben zwar aufs kommende Jahr verschoben - die Veranstalter freuen sich nun nach Informationen von NDR Schleswig-Holstein aber über mehr Planungssicherheit für ein abgespecktes Sommerprogramm. Das wird jetzt final organisiert und in ein paar Wochen soll es dafür die Tickets geben. Der Landesmusikrat freut sich darüber, dass Chöre wieder proben dürfen.

Günther: Großveranstaltungen sicher ab September

Buntes Treiben auf der Kieler Woche bei Tag. © NDR Foto: Yosua Pandelaki
Großveranstaltungen wie die Kieler Woche sind wieder möglich - weiterhin aber mit Hygienekonzept.

Zum Thema Großveranstaltungen sagte Ministerpräsident Günther: "Ab Anfang September sind alle auf der sicheren Seite." Norla, Nordbau, Husum Wind - das seien alles Veranstaltungen, für die diese neuen Richtlinien spannend seien. Auch die Kieler Woche im September könne stattfinden. Hygienekonzepte würden allerdings weiterhin gebraucht. Die Regeln gelten auch für alle Sportevents. "Ab 2. August schon sehr, sehr sicher, ab 30. August ohne Kapazitätsbegrenzung."

Die Zuschauerzahlen werden nach Angaben des Ministerpräsidenten immer weiter ansteigen. Auch der THW Kiel und die SG Flensburg-Handewitt können beim Handball nun mit Zuschauern planen. Es gilt aber vorerst die Einschränkung: Nur 50 Prozent Belegung in den Hallen ist erlaubt.

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In einem Pariser Kinosaal sitzen Besucher. © dpa-Bildfunk Foto: Francois Mori

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Dieses Thema im Programm:

Nachrichten für Schleswig-Holstein | 27.05.2021 | 12:00 Uhr

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