Ursula Claassen bekommt eine Spritze in ihren Oberarm. © dpa-Bildfunk Foto: Frank Molter

Corona-Impfung in SH: Land bietet zusätzliche Termin-Hotline an

Stand: 08.01.2021 14:07 Uhr

Die Corona-Impftermine sind nach wie vor begrenzt. Allerdings sollen Impfberechtigte künftig eine zusätzliche Nummer wählen können, um einen Termin vereinbaren zu können. Die bundesweite Hotline war häufig überlastet.

Schleswig-Holstein schaltet eine zusätzliche Hotline für Corona-Impftermine frei: Nachdem viele Menschen bei der 116 117 nicht durchkamen, soll nun laut Gesundheitsministerium ab Dienstag, 8 Uhr eine weitere Nummer geschaltet werden. Dann werden 19.600 Termine vergeben. Unter der kostenlosen, landeseigenen Hotline 0800 455 655 0 können Impftermine vereinbart werden. Weiterhin ist es auch möglich, die Webseite www.impfen-sh.de zu nutzen. Allerdings weist das Ministerium darauf hin, dass die Termine nach wie vor begrenzt sind.

Schleswig-Holstein bekommt weitere Impfdosen

Bundesweit erhalten die Länder von Freitag an weitere Dosen des Biontech/Pfizer-Impfstoffes. In Schleswig-Holstein sind es nach Ministeriumsangaben 24.000 weitere Dosen - das soll die Menge sein, die dann auch jede Woche bis Mitte Februar zu erwarten ist. Insgesamt hat Schleswig-Holstein bislang rund 48.000 Impfdosen erhalten.

VIDEO: Corona-Pandemie: Welche Impfstoffe gibt es? (6 Min)

Die Möglichkeit, aus einer Ampulle Impfstoff sechs statt wie bisher angenommen fünf Impfdosen zu ziehen, wird in Schleswig-Holstein laut Gesundheitsministerium schon genutzt. Die Europäische Arzneimittelagentur hatte Freitag offiziell empfohlen, diese Möglichkeit auch in den Beipackzettel zu schreiben.

Impf-Termine waren schnell vergeben

Etwa 24.000 Schleswig-Holsteiner (Stand 07.01.) wurden laut Gesundheitsministerium bislang gegen Covid-19 geimpft. Diese Impfungen erfolgten zum einen durch mobile Impfteams und in Krankenhäusern, wie ein Ministeriumssprecher sagte. Außerdem wird seit dem 4. Januar auch in 15 Impfzentren im Land geimpft. Die Impftermine dafür waren nach der Freischaltung innerhalb einer knappen halben Stunde belegt.

Abgestuftes Verfahren für die Impfung

Die Impfung ist für die Menschen kostenlos, unabhängig von der Krankenversicherung - die Kosten übernimmt der Bund. Wer allgemeine Fragen klären will, kann sich an das Bürgertelefon unter (0431) 797 000 01 wenden - oder per E-Mail an corona@lr.landsh.de.

Die Impfung wird der Bevölkerung in einem abgestuften Verfahren zugänglich gemacht: Um die besonders vulnerablen Gruppen zu schützen, hatte die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Priorisierung empfohlen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn verkündete daraufhin, dass die Priorisierung in der Praxis in nur drei Gruppen erfolgt - nicht in fünf, wie die STIKO in ihrer Empfehlung vorsieht. Die Landesregierung Schleswig-Holstein hat angekündigt, die Bevölkerung durch Presseinformationen und in den Sozialen Medien zu informieren, welche Gruppe wann an der Reihe ist.

Höchste Priorität

  • Personen ab 80 Jahren
  • Personen, die in stationären Einrichtungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind
  • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen wie Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, Impfzentren und in Bereichen mit infektionsrelevanten Tätigkeiten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Menschen mit einem hohen Risiko behandeln, betreuen oder pflegen (etwa Hämato-Onkologie und Transplantationsmedizin)

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 08.01.2021 | 15:00 Uhr

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