Eine Ärztin impft eine Jugendliche © Colourbox

Corona-Impfung: AstraZeneca-Dosen aus Dänemark verimpft

Stand: 01.07.2021 16:57 Uhr

Dänemark hatte Schleswig-Holstein mehrere Tausend Impfdosen mit dem Wirkstoff von AstraZeneca überlassen. Sie mussten bis Mittwoch verimpft werden - das Angebot kam gut an.

Inzwischen sind fast zwei Drittel der Schleswig-Holsteiner mindestens einmal geimpft. An einen Termin zu kommen, ist mittlerweile kein Problem mehr. In den vergangenen zwei Wochen gab es immer wieder offene Impfangebote in Impfzentren und bei den Hausärzten, denn Dänemark hatte mehrere Tausend Dosen AstraZeneca an Schleswig-Holstein verschenkt, deren Haltbarkeit am Mittwoch ablief.

Impfangebote waren stark gefragt

Wie viele Dosen genau verimpft wurden, ist aktuell noch nicht klar. Auf Nachfrage von NDR Schleswig-Holstein meldete das Impfzentrum in Husum, dass alles, was dort verfügbar war, auch verimpft wurde. Das waren in Husum fast 2.500 Dosen. Und auch in Kiel konnten laut Stadt alle Dosen mit Ablaufdatum verimpft werden. Auch die Hausärzte im Land hatten Ampullen aus Dänemark bekommen - der Hausärzteverband schätzt, dass nicht alle rechtzeitig gespritzt werden konnten. Allerdings hätten viele Ärzte auch Sonderimpfaktionen gestartet, die wiederum recht gut angenommen wurden.

Impfstoff-Dosen aus Dänemark müssen nicht zurückgegeben werden

Am Donnerstag entschied die dänische Regierung, dass sie auf die Rückgabe der 55.000 Impfstoff-Dosen von AstraZeneca verzichtet. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) begrüßte die Entscheidung: "Unsere dänischen Nachbarn haben uns im Frühjahr unbürokratisch und schnell unterstützt, als in Schleswig-Holstein die Nachfrage nach Impfstoff größer war als das Angebot. Dass wir den Impfstoff nun nicht mehr zurückgeben müssen, obwohl wir es damals vertraglich abgesichert hatten, freut mich sehr."

Impfaktionen mit Johnson & Johnson

Die nächsten Impfaktionen stehen ebenfalls schon an. Ab Sonnabend bieten überall im Land Impfzentren an, Johnson & Johnson ohne Termin zu verimpfen. Das Land hatte 25.000 Dosen verteilt. Mit dabei sind unter anderen die Impfzentren in Schönberg, Flensburg, Plön, Segeberg, Husum, Bad Schwartau, Kiel oder auch Lübeck. Für viele Impfwillige ist es ein Vorteil, dass bei Johnson & Johnson schon eine Spritze ausreicht. 14 Tage später ist der volle Schutz da und man gilt als vollständig geimpft. Weil die Öffnungszeiten unterschiedlich sind, sollten sich Interessenten bei ihrem Impfzentrum in der Nähe direkt informieren.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 01.07.2021 | 17:00 Uhr

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