Stand: 26.06.2020 18:46 Uhr  - NDR 1 Welle Nord

Corona: Helgoland für Touristen aus Risikogebieten tabu

Reisende aus Corona-Risikogebieten - wie aktuell der Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen - dürfen von Sonnabend (27.6.) an nicht mehr auf die Insel Helgoland (Kreis Pinneberg) kommen. Der Kreis hat am Freitag ein entsprechendes Betretungsverbot erlassen - es gilt für alle Personen, also unter anderem Tages- und Übernachtungsgäste. Wer in den vergangen 14 Tagen in so einer Region war, darf nicht auf die Insel - es sei denn, er kann einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen. Ausgenommen vom Betretungsverbot seien auch Personen, die nachweislich auf Helgoland eine geeignete Quarantäne-Möglichkeit hätten, zum Beispiel Wohnungsbesitzer, teilte der Kreis mit.

Infektionsriskio bei Anreise erhöht

Nach Angaben aus dem Kreis sei bei der Anreise, die hauptsächlich per Schiff stattfindet, das Infektionsrisiko höher als an anderen Orten. Außerdem wären die Folgen einer Infektionsausbreitung auf der Insel deutlich gravierender als auf dem Festland, da die Behandlungs- und Beförderungskapazitäten rasch erschöpft wären. Die Folgen für die Tourismuswirtschaft und die Bevölkerung wären demnach dramatisch.

Es wird stichprobenartig kontrolliert

Helgolands Bürgermeister Jörg Singer (parteilos) kündigte an, die Reisenden stichprobenartig im Hafen zu kontrollieren. Zusammen mit Landrat Oliver Stolz (parteilos) erklärte er, dass eine Verbreitung des Virus auf der Insel unbedingt unterbunden werden müsse.

Was Risikogebiete sind

Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt bekannt, welche internationalen Regionen oder ganze Staaten als Risikogebiet gelten. Innerhalb Deutschland erhält ein Kreis oder eine kreisfreie Stadt diesen Status, wenn dort mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen gemeldet wurden. Auch darüber informiert das RKI.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 26.06.2020 | 19:00 Uhr

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