Daniel Günther hält eine Pressekonferenz. © NDR

Corona-Gipfel: Shoppen für Ungeimpfte bald nicht mehr möglich

Stand: 30.11.2021 18:01 Uhr

Bund und Länder haben am Dienstag über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Ministerpräsident Günther begrüßte Vorhaben wie Impfpflicht und Ausweitung der 2G-Regel. Diese wird voraussichtlich ab Sonnabend in SH für den Einzelhandel gelten.

Wie kann die Ausbreitung des Corona-Virus bekämpft und die Infektionsdynamik gebremst werden? Das war am Dienstag erneut Thema einer Schaltkonferenz zwischen Bund und den Ländern. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sagte nach der Konferenz, dass er Schleswig-Holstein für weitere Maßnahmen für gut gerüstet halte.

Er begrüßte, dass es nun eine Impfpflicht in Deutschland geben soll - und zwar nicht nur für bestimmte Einrichtungen. Das klare Bekenntnis von Bundesseite, dass die allgemeine Impfpflicht in Deutschland kommen wird sei wichtig, "so dass sich alle Bürgerinnen und Bürger darauf einstellen können, dass sie zu einem gegebenen Zeitpunkt Realität sein wird", so Günther. Der Zeitpunkt für die Einführung der Impfpflicht sei aber noch unklar - ein möglicher Termin wäre im Februar oder Anfang März, so Günther auf Nachfrage.

2G-Regel im Einzelhandel wohl ab Sonnabend

Außerdem betonte Günther, dass private Zusammenkünfte für Ungeimpfte eingeschränkt werden sollen. Das halte er weiterhin für den richtigen Schritt. Wie das genau ausgestaltet werden soll, wird aber ebenfalls erst noch entschieden.

Erstmals nahm auch Olaf Scholz (SPD) in der neuen Rolle als künftiger Kanzler an der Seite der amtierenden Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an dem Treffen teil. Scholz soll in der Runde Sympathien für die allgemeine Impfpflicht gezeigt haben, über die im Bundestag ohne Fraktionszwang angestimmt werden soll. Außerdem soll es eine Ausweitung der 2G-Regel auf den Einzelhandel mit Ausnahme von Geschäften des täglichen Bedarfs geben. Laut Daniel Günther könnte diese ab Sonnabend gelten. Dann dürften nur noch Geimpfte und Gensene shoppen gehen. "Der Einzelhandel ist nicht Treiber der Pandemie. Trotz allem müssen wir aber die Kontakte reduzieren", sagte Günther.

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Neuer Krisenstab soll Impfkampagne beschleunigen

Einige Länderchefs wollen zudem Clubs und Diskotheken schließen sowie Großveranstaltungen einschränken. Außerdem soll die Impfkampagne noch einmal beschleunigt werden. Darum soll sich jetzt ein neuer Krisenstab kümmern. Der Bundeswehr-General Carsten Breuer soll laut Seibert den neuen Corona-Krisenstab im Bundeskanzleramt leiten.

Der Bund-Länder-Krisenstab soll demnach umgehend eingerichtet werden und "Koordinierung und Zusammenarbeit bei der Steuerung der Impfkampagne, bei Impfstofflieferung und -verteilung stärken". Auch Apotheker sollen dann impfen dürfen.

Außerdem im Gespräch sind strengere Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte. Bereits am Donnerstag soll auf einer weiteren Ministerpräsidentenkonferenz über die Maßnahmen entschieden werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 29.11.2021 | 17:30 Uhr

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