Menschen beim Einkaufen im McArthurGlen Designer Outlet in Neumünster. © imago images Foto: Lars Berg

Corona: Rechte für Geimpfte - Garg setzt auf bundesweite Lösung

Stand: 27.04.2021 08:27 Uhr

Geimpfte und Genesen sollten bald mehr Rechte bekommen - bundesweit einheitlich. Das hat Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) gefordert.

Ohne Corona-Test zum Friseur oder zum Shoppen in die Innenstadt: Wer gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Infektion genesen ist, soll bald wieder mehr Rechte zurückbekommen. Das kündigte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nach dem Bund-Länder-Impfgipfel am Montag an. Heiner Garg unterstützte das im Interview mit NDR Schleswig-Holstein. "So schnell wie möglich" sollte diese Gruppen wieder mehr Freiheiten bekommen, meinte auch Garg. Bedingung: Es sollte klar sein, dass von ihnen kein großes Ansteckungsrisiko mehr ausgeht. Der Minister fordert dabei ein einheitliches Vorgehen aller Bundesländer. Einen Riss durchs Land würde er für problematisch halten.

Zufrieden zeigt sich Garg mit der Entscheidung, dass die Impf-Priorisierung im Juni aufgehoben werden könnte. Er hat kein Verständnis für die Rufe aus Bayern, dass das schon im Mai passieren soll. Aus Sicht des Ministers müssen bestimmte Risikogruppen zunächst weiterhin die Chance haben, einen Impftermin zu bekommen.

60- bis 69-Jährige bekommen AstraZeneca

So hatte sich auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Montagabend geäußert. "So können wir uns wie geplant im Mai auf die Gruppen zwei und drei konzentrieren", teilte Günther nach Ende des Gipfels am Montag mit. Ein erster Schritt der Öffnung von Gruppe drei sei mit den Impfungen für 60- bis 69-Jährige mit Astrazeneca über die Hausarztpraxen am Montag erfolgt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Moin Schleswig-Holstein – mit Mandy Schmidt und Horst Hoof | 27.04.2021 | 08:40 Uhr

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