Stand: 19.08.2020 17:01 Uhr

Corona-Ausbruch in Kinderkurheim auf Föhr

Bei vier Kindern aus Hamburg ist während eines Aufenthaltes in einem Kinderkurheim in Nordfriesland das Coronavirus nachgewiesen worden. Das hat die Kreisverwaltung am frühen Dienstagabend bestätigt. Am Mittwoch bestätigten Kreisverwaltung und der Betreiber des Heimes, die Hamburger Rudolf-Ballin-Stiftung, dass die betroffene Einrichtung in Wyk auf Föhr ist. Zum Schutz der Kinder und Jugendlichen sowie der Belegschaft wurde nach Stiftungsangaben entschieden, die Kuren abzubrechen. Die rund 50 noch auf Föhr befindlichen Kinder müssten nach Hamburg zurückreisen.

Drei Kinder bereits abgereist

Ein Verwandter eines Kindes war am Wochenende in Hamburg positiv auf das Virus getestet worden. Daraufhin ließ das Gesundheitsamt sämtliche Kinder der Gruppe testen: Tatsächlich sind Kinder aus der betroffenen Familie infiziert - sowie auch weitere. Drei von ihnen reisten sofort ab. Ein infiziertes Kind befindet sich aktuell noch in der Einrichtung.

Hygienebestimmungen werden verschärft

"Erstmal müssen die ganzen Kinder zurückgebracht werden nach Hamburg, denn das ist ja in der Landesverordnung entsprechend festgelegt", sagte der Sprecher des Kreises, Hans-Martin Slopianka. "Danach werden wir dann die Mitarbeiter, die jetzt noch diese Kinder betreuen, in die häusliche Quarantäne schicken." Die Hygienebestimmungen im Kurheim seien verschärft worden. "Die Einrichtung ist sehr bemüht, dafür zu sorgen, dass sich keine Weiteren anstecken, insofern habe ich da keine Bedenken."

Alle Kinder sollen noch einen zweiten Test machen. Zehn der Mitarbeiter betreuen die Kinder weiter bis zur Abreise, bevor sie - wie ihre Kollegen - in Quarantäne gehen. Das Heim wird anschließend den Betrieb für zwei Wochen einstellen.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 18.08.2020 | 17:00 Uhr

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