Laborsituation bei der Untersuchung von Coronamaterial. © picture alliance Foto: Daniel Bockwoldt

Corona: 236 neue Infektionen in SH gemeldet

Stand: 24.10.2020 11:15 Uhr

Jeden Tag veröffentlicht das Land Schleswig-Holstein neue Zahlen zur Corona-Pandemie. Infizierte, Verstorbene, Genesene - eine Übersicht der wichtigsten Daten zum Coronavirus.

Laut der Landesmeldestelle, dem Institut für Infektionsmedizin der Universität Kiel, wurden seit Ausbruch der Pandemie insgesamt 6.520 bestätigte Corona-Fälle (Datenstand 23.10.) in Schleswig-Holstein gemeldet. Davon sind nach Schätzung des Robert-Koch Instituts (RKI) 5.100 Menschen genesen. Im Vergleich zum Vortag gibt es 236 Sars-CoV-2-Infektionen mehr.

Die folgende Tabelle zeigt, wie viele Corona-Fälle aus den Kreisen und kreisfreien Städten insgesamt an die Landesmeldestelle gemeldet wurden - seit Beginn der Pandemie (Spalte "Fälle"). Diese Werte werden einmal täglich veröffentlicht. Die Spalte "+/-" zeigt die Veränderung dieses Wertes im Vergleich zum Vortag. Die Inzidenz gibt an, wie viele Fälle pro 100.000 Einwohner laut dieser Statistik insgesamt bisher gemeldet wurden. Aufgrund von Nachmeldungen und Verzögerungen im Meldeweg können die Angaben der Kreise bzw. des RKI abweichen.

51 Menschen im Krankenhaus

51 Menschen werden aktuell laut Gesundheitsministerium im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in einem Krankenhaus behandelt. Am 5. April hatte diese Zahl mit 162 Klinik-Patienten ihren bisherigen Höchststand in Schleswig-Holstein erreicht.

Bislang wurden 164 Todesfälle im Zusammenhang mit der Viruserkrankung gemeldet - im Vergleich zum Vortag unverändert. Zusätzlich zu den Zahlen für ganz Schleswig-Holstein sind auf der Homepage des Instituts für Infektionsmedizin auch Zahlen für die einzelnen Kreise und kreisfreien Städte einzusehen. Die meisten Corona-Fälle sind demnach im Kreis Pinneberg (1.151), die wenigsten in Flensburg (171) aufgetreten.

Mehrere Regionen über Grenzwert

Beim Bund-Länder-Treffen am 14.10. ist eine sogenannte Hotspot-Strategie beschlossen worden: Sollte es in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt innerhalb von sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner geben, müssen für diesen Bereich neue Einschränkungen erlassen werden, wenn sich die Ansteckungen nicht klar einem genauen Ort zuordnen lassen (Altersheim, Unterkünfte, etc.). Der Kreis Pinneberg hat als erster Kreis diese kritische Schwelle erreicht: Damit treten nach Angaben der Verwaltung ab kommender Woche verschärfte Corona-Regeln in Kraft - unter anderem striktere Kontaktbeschränkungen und eine Sperrstunde für Restaurants und Kneipen.

Erste, leichtere Regel-Verschärfungen sollen greifen, wenn es mehr als 35 Infektionen pro 100.000 in einer Woche gab. Die Kreise Dithmarschen, Ostholstein, Stormarn sowie die Stadt Neumünster haben oder hatten die Warnschwelle überschritten. Alle fünf Gebiete setzen weiterhin individuell strengere Corona-Schutzmaßnahmen um. Mit den 16 Neuinfektionen mit Stand 23. Oktober überschreitet der Kreis Dithmarschen nach eigenen Angaben am Freitag den vierten Tag in Folge den Inzidenzwert von 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner*innen in den letzten sieben Tagen - das entspricht einem Wert von 47,3. In der vergangenen Woche gab es nach Angaben der Kreisverwaltung Probleme bei der elektronischen Übermittlung der Fallzahlen aus Dithmarschen an die Landesmeldestelle und das Robert Koch Institut (RKI). In der Darstellung bei NDR.de fließen diese Daten erst jetzt ein und sorgen so für einen höheren Inzidenzwert.

Die folgende Tabelle zeigt, ab wie vielen Fällen in einem Kreis Corona-Regelverschärfungen erlassen werden sollen, wie viele Fälle in den vergangenen sieben Tage neu gemeldet wurden und welche 7-Tages-Inzidenz sich daraus ergibt. Die Zahl der Fälle ist die Differenz zwischen der aktuellen Gesamtzahl der Corona-Fälle laut Landesmeldestelle und dem entsprechenden Wert vor sieben Tagen. Aufgrund von Nachmeldungen und Verzögerungen im Meldeweg können die Angaben der Kreise bzw. des RKI abweichen.

Was diese Zahlen aussagen - und was nicht

Die Statistik der Landesregierung zeigt, wie viele bestätigte Corona-Fälle den Behörden im Land bekannt sind und auf dem vorgesehenen Weg gemeldet wurden. Was die Statistik nicht eindeutig und schon gar nicht auf den aktuellen Tag genau zeigen kann, ist die Geschwindigkeit, mit der sich das Virus ausbreitet. Denn die Zahl der neu positiv getesteten Menschen enthält in der Regel auch nachgemeldete Fälle aus mehreren Tagen. Gerade rund um Wochenenden und Feiertage kommt es zu Verzögerungen in der Meldekette.

Diese Karte zeigt, wie groß die 7-Tages-Inzidenz in den unterschiedlichen Kreisen ist. Die Zahl der Fälle ist die Differenz zwischen der aktuellen Gesamtzahl der Corona-Fälle laut Landesmeldestelle und dem entsprechenden Wert vor sieben Tagen. Aufgrund von Nachmeldungen und Verzögerungen im Meldeweg können die Angaben der Kreise bzw. des RKI abweichen.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 24.10.2020 | 10:10 Uhr

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