Ein Mitarbeiter der Johanniter hält ein Teststäbchen in den Händen. © dpa-Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte

Corona: 115 neue Infektionen in SH gemeldet

Stand: 26.10.2020 06:35 Uhr

Jeden Tag veröffentlicht das Land Schleswig-Holstein neue Zahlen zur Corona-Pandemie. Infizierte, Verstorbene, Genesene - eine aktuelle Übersicht der wichtigsten Daten zum Coronavirus.

Seit Ausbruch der Pandemie wurden laut der Landesmeldestelle, dem Institut für Infektionsmedizin der Universität Kiel, insgesamt 6.777 bestätigte Corona-Fälle (Datenstand 25.10.) in Schleswig-Holstein gemeldet. Davon sind nach Schätzung des Robert-Koch Instituts (RKI) 5.200 Menschen genesen. Im Vergleich zum Vortag gibt es 115 Sars-CoV-2-Infektionen mehr.

51 Menschen im Krankenhaus

51 Menschen werden aktuell laut Gesundheitsministerium im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in einem Krankenhaus behandelt. Am 5. April hatte diese Zahl mit 162 Klinik-Patienten ihren bisherigen Höchststand in Schleswig-Holstein erreicht.

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Eine Karte von Schleswig-Holstein vor einer 3D Animation eines Corona-Vrius. © Colourbox Foto: Hannu Viitanen

Übersicht der Coronavirus-Infektionen in SH

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Bislang wurden 167 Todesfälle im Zusammenhang mit der Viruserkrankung gemeldet, das sind drei Fälle mehr als am Vortag. Zusätzlich zu den Zahlen für ganz Schleswig-Holstein sind auf der Homepage des Instituts für Infektionsmedizin auch Zahlen für die einzelnen Kreise und kreisfreien Städte einzusehen. Die meisten Corona-Fälle sind demnach im Kreis Pinneberg (1.193), die wenigsten in Flensburg (182) aufgetreten.

Mehrere Regionen über Grenzwert

Beim Bund-Länder-Treffen am 14.10. ist eine sogenannte Hotspot-Strategie beschlossen worden: Sollte es in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt innerhalb von sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner geben, müssen für diesen Bereich neue Einschränkungen erlassen werden, wenn sich die Ansteckungen nicht klar einem genauen Ort zuordnen lassen (Altersheim, Unterkünfte, etc.). Der Kreis Pinneberg hatte als erster Kreis diese kritische Schwelle erreicht: Damit treten nach Angaben der Verwaltung verschärfte Corona-Regeln in Kraft - unter anderem striktere Kontaktbeschränkungen und eine Sperrstunde für Restaurants und Kneipen. Nach den Zahlen des Robert Koch-Instituts hat inzwischen auch der Kreis Dithmarschen die 50er-Inzidenz gerissen. Der Kreis selbst rechnet allerdings anders - und gibt deshalb keine neue Allgemeinverfügung heraus. In der vergangenen Woche gab es nach Angaben der Kreisverwaltung Probleme bei der elektronischen Übermittlung der Fallzahlen aus Dithmarschen an die Landesmeldestelle und das Robert Koch Institut (RKI). In der Darstellung bei NDR.de fließen diese Daten erst jetzt ein und sorgen so für einen höheren Inzidenzwert.

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Erste, leichtere Regel-Verschärfungen sollen greifen, wenn es mehr als 35 Infektionen pro 100.000 in einer Woche gab. Die Kreise Dithmarschen, Ostholstein, Stormarn, Herzogtum Lauenburg sowie die Stadt Neumünster haben oder hatten die Warnschwelle überschritten. Alle Gebiete setzen Corona-Schutzmaßnahmen um.

Was diese Zahlen aussagen - und was nicht

Die Statistik der Landesregierung zeigt, wie viele bestätigte Corona-Fälle den Behörden im Land bekannt sind und auf dem vorgesehenen Weg gemeldet wurden. Was die Statistik nicht eindeutig und schon gar nicht auf den aktuellen Tag genau zeigen kann, ist die Geschwindigkeit, mit der sich das Virus ausbreitet. Denn die Zahl der neu positiv getesteten Menschen enthält in der Regel auch nachgemeldete Fälle aus mehreren Tagen. Gerade rund um Wochenenden und Feiertage kommt es zu Verzögerungen in der Meldekette.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 26.10.2020 | 06:00 Uhr

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