Der Schriftzug "Feuerwehr" prangt auf dem Feuerwehrauto. © dpa Foto: Daniel Bockwoldt

Ausbildung bei der Feuerwehr: Neustart nach Corona-Pause

Stand: 11.03.2021 14:35 Uhr

Ein Jahr konnte bei Feuerwehren und Katastrophenschutz wegen Corona nicht in Präsenz geübt werden. Ab Montag kann es nun wieder losgehen - abhängig von der Inzidenz im Kreis.

Gute Nachricht für die Feuerwehren und den Katastrophenschutz in Schleswig-Holstein. Seit einem Jahr gibt es wegen der Corona-Pandemie keinen Präsenzbetrieb bei Übungen oder Ausbildungen. Nun empfiehlt das schleswig-holsteinische Innenministerium, diesen wieder aufzunehmen. Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) sagte, dass die Pandemie auch die Einsatzkräfte auf eine harte Probe gestellt hätte: "Und deshalb bin ich erleichtert, dass wir ab der kommenden Woche endlich wieder einen echten Präsenzbetrieb empfehlen können". Sie verwies gleichzeitig auf einen Stufenplan dafür und entsprechende Hygienebestimmungen.

Stufenplan mit Inzidenzwerten

Bei einem Inzidenzwert zwischen 50 und 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen dürfen in den Wehren wieder Übungen und Ausbildungsveranstaltungen maximal in Gruppenstärke stattfinden. Liegt der Wert zwischen 35 und 50 sind wieder Übungen mit zwei Gruppen möglich. Erst bei einer Inzidenz von unter 35 dürfen bis zu 40 Feuerwehrleute Dienste gemeinsam ausüben. Für alle Beteiligten gelten bei den Übungs- und Ausbildungsveranstaltungen Maskenpflicht und Hygieneregeln - auch der Abstand zu anderen sollte möglichst eingehalten werden. Auf einen gemütlichen Dienstausklang müsse verzichtet werden, heißt es aus dem Innenministerium.

Auch Jugend- und Kinderwehren dürfen wieder loslegen

Innenministerin Sütterlin-Waack zeigte sich erfreut, dass auch der Jugend- und Kinderfeuerwehrdienst wieder starten kann. Voraussetzung dafür soll eine feste Gruppenzuteilung und eine maximale Gruppengröße von zehn Personen sein. In den 439 Jugendfeuerwehren sind rund 10.000 Jugendliche aktiv. Ob und wie die Empfehlungen aus dem Innenministerium umgesetzt werden, müssen die Kommunen vor Ort entscheiden.

"Neustart heiß erwartet"

"Wir schieben einen Berg von Ausbildung vor uns her", sagt Holger Bauer vom Landesfeuerwehrverband. Der Neustart werde bei den Feuerwehren heiß erwartet. Aber - Bauer mahnt auch zur Vorsicht. "Einerseits müssen und wollen wir wieder üben, andererseits müssen wir natürlich auch wachsam sein, wie sich die Inzidenzwerte entwickeln."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 11.03.2021 | 14:00 Uhr

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