Stand: 17.04.2018 15:30 Uhr

Wladimir Klitschko kehrt nach Flensburg zurück

von Lukas Knauer

69 Kämpfe, 64 Siege, davon 54 mal k.o.: Das ist die Bilanz von Ex-Boxer und -Weltmeister Wladimir Klitschko. Seit August vergangenen Jahres ist der jüngere des boxenden Brüderpaares aus der Ukraine eigentlich in Rente. Nun machte er einen Abstecher nach Flensburg. Denn hier startete der 42-Jährige im Jahre 1995 seine Boxkarriere in Deutschland, beim Boxclub BC Sparta Flensburg. Zuvor hatte er schon in seinem Heimatland geboxt.

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Klitschko sagt "Moin, moin!"

Wladimir Klitschko war sichtlich berührt. Er stand zwar nicht im Ring - dafür aber im Ratssaal des Flensburger Rathauses. Mit dabei waren auch Weggefährten: sein alter Trainer Andrey Sliwinsky und der ehemalige Manager des BC Sparta Flensburg, Norbert Zewuhn.

Für Klitschko war es das erste Mal seit 23 Jahren, dass er wieder den Weg zurück in die Stadt an der Förde gefunden hat. "Flensburg war ein Sprungbrett für mich, auch für meine weitere Zukunft", sagt der frühere Weltmeister.

Vom Ersatzmann zum Olympiasieger

Mit 19 Jahren kam Wladimir nach Flensburg, eigentlich nur als Ersatzmann, für seinen Bruder. Denn der war wegen Dopings gesperrt. Also sprang Wladimir für ihn ein: Seine Bilanz für den Flensburger Boxclub: zehn gewonnene Kämpfe - zehnmal durch k.o.. Nur ein Jahr später, im Jahr 1996, trat er dann für die ukrainische Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen in Atlanta an und gewann. Damit wurde der Ukrainer der erste weiße Olympiasieger im Superschwergewicht - mit Flensburger Vertrag.

"Jetzt werden uns die Leute die Bude einrennen, dachte wir damals. Wir müssen eine neue Halle bauen", erinnert sich Ex-Manager Zewuhn. "Aber dann hörten wir, dass Wladimir zu den Profis gehen und Flensburg verlassen wird. Das war auch richtig so, denn erst dann ging seine Karriere richtig los!"

Ein Platz an der Förde

Klitschko galt lange Zeit als bester Schwergewichtsboxer der Welt. Im April vergangenen Jahres trat er dann gegen den Briten Anthony Joshua an und verlor. Im August 2017 folgte dann Klitschkos Rückzug aus dem Boxsport. Aber hier in der Stadt an der Förde wird der Mann mit dem Kampfnamen "Dr. Steelhammer" wohl immer die Nummer eins bleiben.

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Schleswig-Holstein Magazin | 17.04.2018 | 19:30 Uhr

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