Stand: 28.04.2017 19:50 Uhr

Wiershop will Schutt vom AKW Krümmel annehmen

Der Rückbau des Kernkraftwerkes Krümmel wird wahrscheinlich noch 20 Jahre dauern. Dabei fällt jede Menge Bauschutt und Abfall an. Aber wohin damit? Darüber wird heftig diskutiert. Die Nachbargemeinde Wiershop (Kreis Herzogtum Lauenburg) hat nun den Entschluss gefasst, dafür ihre Deponie bereitzustellen. Der für die Atomaufsicht zuständige Energiewendeminister Robert Habeck (Grüne) bezeichnete die Entscheidung der Gemeinde als "mutigen Entschluss". Es ist das erste Mal, dass eine Gemeinde sich freiwillig bereit erklärt, Abfälle zu übernehmen, die aus dem Umfeld eines Atomreaktors stammen.

Erdaushub aus dem Umfeld

Es geht um 1.500 Kubikmeter Erdaushub und Kies. Nach Angaben des Ministeriums handelt es sich um Abfälle, die so gut wie gar nicht strahlen. Die Abfälle sollen auf der Sondermüll-Deponie in Wiershop gelagert werden. Nun werden weitere Gemeinden in Schleswig-Holstein gesucht, die den Bauschutt auf ihren Mülldeponien lagern können und wollen. "Vielleicht kann man die Hoffnung haben, dass auch nächste Schritte gelingen, weil eine ruhige Diskussion den Menschen ermöglicht, ungewöhnliche Schritte zu gehen", sagte Habeck dem Schleswig-Holstein Magazin. Allerdings gilt das erst einmal nur für Erdaushub, der außerhalb des Kernkraftwerks im Überwachungsbereich angefallen ist.

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 28.04.2017 | 19:30 Uhr

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