Stand: 04.05.2020 11:26 Uhr  - NDR 1 Welle Nord

Weniger Rapsfelder in Schleswig-Holstein

Gelbe Felder voll von Raps werden immer seltener im Norden. Die Landwirte haben mit aktuell gut 65.000 Hektar so wenig Raps angebaut wie seit mehr als 20 Jahren nicht mehr. In früheren Jahren lag die normale Anbaufläche laut der Landwirtschaftskammer zwischen 90.000 und 100.000 Hektar. Nach Schätzungen des Bauernverbandes wird sich der Negativtrend fortstetzen.

Pflanzenschutzmittel verboten

Der Grund: Für viele Bauern lohnt sich der Raps-Anbau nach eigenen Angaben nicht mehr. Denn der Verkaufspreis ist gesunken. Außerdem verbieten neue EU-Verordnungen inzwischen Pflanzenschutzmittel, mit denen die Bauern die Ölfrucht gegen Schädlinge schützten. Dabei geht es vor allem um Saatgutbeize mit Neonikotinoiden. Verboten wurden sie auch deshalb, weil sie unter anderem mit für das Bienensterben verantwortlich gemacht werden. 2008 verteilte Wind ein Insektizid aus der Gruppe der Neonicotinoide auf riesige Flächen am Oberrhein und löste ein großes Bienensterben aus. Landwirte kritisieren dagegen im Gespräch mit NDR Schleswig-Holstein eine Politik, die "völlig wirr" gegen jeglichen chemischen Pflanzenschutz vorgehe.

Auch Rapshonig gibt es nun seltener. Der Landesverband der Imker geht davon aus, dass die Menge des Rapshonigs abnehmen und der Verkaufspreis dementsprechend steigen wird.

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Eine gelb blühendes Rapsfeld. © dpa-Bildfunk Foto: Frank Molter

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 04.05.2020 | 12:00 Uhr

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