Stand: 04.03.2020 12:54 Uhr

Wedel sucht einen Namen für 60-Tonnen-Findling

Der noch namenlose 60-Tonnen-Findling am Wedeler Elbstrand. © Stadt Wedel Foto: Sven Kamin
Der Koloss wurde bei Baggerarbeiten in der Fahrrinne der Elbe entdeckt.

Er ist 60 Tonnen schwer, mehrere Hunderttausende Jahre alt und seit kurzer Zeit auch eine Touristenattraktion: Die Rede ist vom Großfindling am Wedeler Elbstrand. In 16,60 Metern Tiefe wurde er im vergangenen Jahr bei Arbeiten zur Elbvertiefung kurz vor dem Fährmannssander Watt entdeckt und anschließend geborgen. Nun liegt der Koloss am Wedeler Strand östlich des Schulauer Fährhauses. Nach ersten Expertenschätzungen ist der Stein in der vorletzten Eiszeit an die Elbe gelangt. Also könnte er aus Skandinavien vor 300.000 bis 130.000 Jahre hierher geschoben worden sein. Einen Namen hat der Findling aber noch nicht. Das soll sich ändern.

"Das rollt mit Schwung auf uns zu"

Offiziell gehört der Findling dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Hamburg. Die Behörde stellt ihn aber als Dauerleihgabe der Stadt Wedel zur Verfügung. In den sozialen Netzwerken begann sofort nach der Bergung die Suche nach einem passenden Namen. Nach zahlreichen Ideen organisierte die Stadt kurzerhand eine Namensfindung. Dafür können Vorschläge eingereicht werden - im Internet, im Rathaus der Stadt oder per Post. Die Suche geht bis zum 20. März - und der Zulauf ist bereits groß. "Das rollt mit Schwung auf uns zu. Wir haben bisher schon über 300 Vorschläge alleine per E-Mail bekommen", sagt Sven Kamin, Pressesprecher der Stadt Wedel, NDR Schleswig-Holstein.

So können Sie Vorschläge einreichen

  • per E-Mail an:
buergerbeteiligung(at)stadt.wedel.de
  • per Post an:
Stadt Wedel
Stichwort „Findling“
Rathausplatz 3-5
22880 Wedel
  • Den Vorschlag einfach zu den Öffnungszeiten des Rathauses in die Sammelbox an der Rathausinfo einwerfen.

Wird die Namensfindung neu aufgerollt?

Der 60-Tonnen-Findling am Wedeler Elbstrand liegt unter einem kahlen Baum vor der Fluss. © Stadt Wedel Foto: Sven Kamin
Eigentlich ist der Findling am Wedeler Elbstrand durch sein hohes Gewicht standfest. Doch Unbekannte haben den schweren Stein untergraben, sodass er kippte.

Bei Hochwasser wurde der Findling bisher immer umspült, ist aber nicht umgekippt - bis er am Sonnabendnachmittag durch Untergraben von unbekannten Personen auf die Seite gelegt worden ist. Nun präsentiert sich so in einer anderen Form. Muss deshalb die Namensfindung neu aufgerollt werden? Schließlich ist die Form ausschlaggebend für einige der Vorschläge. Die reichen in sozialen Netzwerken bisher von "Fedder-Broggen" über "(W)edelstein" bis hin zu "kleiner Schwede" in Anlehnung an den bemalten Findling "Alter Schwede" am Ufer der Elbe in Hamburg. Welcher Name es wird, bleibt abzuwarten - kreativ sind die Vorschläge aber schon mal.

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Dieses Thema im Programm:

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