Nahaufnahme einer IG-Metall Flage bei einem Warnstreik. © picture alliance/dpa Foto: Thomas Frey

Warnstreiks in Schleswig-Holsteins Metallbranche

Stand: 02.03.2021 08:58 Uhr

Für mehr Lohn und gesicherte Arbeitsplätze legen Beschäftigte in der Metallindustrie am Dienstag die Arbeit nieder.

Am Dienstag haben erste Warnstreiks in der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie begonnen. Zum Warnstreik aufgerufen waren Beschäftigte von insgesamt elf Betrieben in Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. In Schleswig-Holstein betroffen sind der Kieler Auto- und Flugzeugteilebetrieb GKN Driveline, der Itzehoer Pumpen- und Armaturenhersteller Flowserve SiHi sowie das benachbarte Metallverarbeitungsunternehmen Pano. Auch die Metaller beim Medizintechnikunternehmen Stryker Trauma in Schönkirchen, bei den Norddeutschen Seekabelwerken Nordenham und bei der Lübecker Alu Druckguss sind zum Streik aufgerufen.

Gewerkschaft will mehr Lohn und sichere Arbeitsplätze

Die IG Metall Küste fordert für die etwa 140.000 Metaller in Nordwest-Niedersachsen, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ein Paket, das für zwölf Monate ein Plus von vier Prozent vorsieht für Lohnsteigerungen und Maßnahmen zur Sicherung von Arbeitsplätzen und Standorten. Die Arbeitgeberseite lehnt höhere Löhne angesichts der Corona-Krise in diesem Jahr bislang ab, hatte in vier Verhandlungsrunden stattdessen, wie in Nordrhein-Westfalen, einen "Mix aus Einmalzahlung und Tabellenerhöhung ab 2022" vorgeschlagen.

 

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 02.03.2021 | 06:00 Uhr

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