Stand: 02.07.2019 12:53 Uhr

Waldbrand Lübtheen: Helfer aus SH unterstützen Kollegen

Bereits seit Tagen kämpfen Hunderte Einsatzkräfte in Mecklenburg-Vorpommern gegen einen großflächigen Waldbrand nahe der Stadt Lübtheen. Auch Helfer aus Schleswig-Holstein sind mit im Einsatz, darunter 16 Mitarbeiter des THW aus Bad Oldesloe und Lübeck sowie rund 100 freiwillige Feuerwehrleute aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg. Sie sind Dienstagmorgen aufgebrochen, um bei den Löscharbeiten auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz zu helfen. Mittlerweile stehen 600 Hektar Wald in Flammen. Auch sechs Mitarbeiter der in Fuhlendorf (Kreis Segeberg) stationierten Fliegerstaffel der Bundespolizei sind mit zwei Hubschraubern auf dem Weg nach Lübtheen, um aus der Luft den Flächenbrand zu löschen. Alle Einheiten sind bereits im Waldbrandgebiet angekommen.

48-Stunden-Einsatz vorgesehen

"Es wurden am Morgen vom Innenministerium in Schwerin Kräfte aus dem Nachbarkreis Herzogtum Lauenburg angefordert", sagte der Sprecher des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein, Holger Bauer. Bereits seit Montagabend sind zwei Wasserwerfer der Einsatzhundertschaft der Polizei in Eutin (Kreis Ostholstein) mit acht Beamten zur Brandbekämpfung vor Ort.

Elf Tanklaster, ein Hilfeleistungslöschfahrzeug, zwei Einsatzleitwagen sowie Transporter sind laut Bauer nach Mecklenburg-Vorpommern gefahren. Die Einsatzdauer wird voraussichtlich rund 48 Stunden betragen.

THW baut Camp auf, Feuerwehr transportiert Löschwasser

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Inzwischen brennt es bei Lübtheen auf etwa 700 Hektar.

Die Helfer vom THW sollen in einer Kaserne im mecklenburgischen Hagenow eine Art Camp für bis zu 500 Feuerwehrleute zum Ausruhen und Übernachten aufbauen. "Das Gute ist, dass wir dort in Hagenow in der Ernst-Moritz Arndt Kaserne sind. Da ist schon eine Logistik vorhanden", sagt THW-Sprecher Claus Döpper. Die etwa 100 Feuerwehrkräfte aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg sollen vor allem beim Transport von Löschwasser helfen.

Innenminister Grote begeistert über Hilfsbereitschaft

"Die Nachrichten über die Brände in Mecklenburg-Vorpommern bewegen uns alle", sagte Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU). "In einer solchen Situation ist die Unterstützung unserer Nachbarn eine Selbstverständlichkeit." Helferinnen und Helfer aus den Freiwilligen Feuerwehren und Hilfeleistungsorganisationen überall im Land hätten sich gemeldet und ihre Mitarbeit angeboten. "Diese Hilfsbereitschaft ist großartig", sagte Grote.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 02.07.2019 | 13:00 Uhr

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